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10.09.2014 Marion Schlegel

Evotec-Aktie nach dem großen Ausverkauf: Großes Interview mit dem Vorstand

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Evotec

Ein schwerer Rückschlag in der Diabetes-Forschung hat die Aktie von Evotec am Dienstag massiv unter Druck gesetzt. Die Aktien des Biotech-Unternehmens sackten zum Börsenstart um fast ein Viertel auf den niedrigsten Stand seit etwas mehr als einem Jahr ab. Zum Handelsende notierten sie noch 13,8 Prozent tiefer bei 3,18 Euro. Damit waren sie immer noch abgeschlagenes Schlusslicht im TecDAX, der 0,57 Prozent im Minus schloss.


Wertberichtigungen erwartet
Die Hiobsbotschaft für die Evotec-Aktionäre war das Aus für die Entwicklung des Programms Diapep277 durch den Partner Hyperion Therapeutics. Der Grund: Mitarbeiter eines Tochterunternehmens des US-Pharmakonzerns sollen Studiendaten gefälscht haben. Die noch offenen Forderungen Evotecs gegenüber der Hyperion-Tochter belaufen sich auf mehr als 3,4 Millionen Euro. Nun geht das TecDAX-Unternehmen von Wertberichtigungen in Höhe von 8,7 Millionen Euro aus und sieht die eigenen Jahresziele in Gefahr. 


Vorstandschef im Interview
Gleich mehrere Analysten haben daraufhin am Dienstag ihre Schätzungen zurückgenommen. Was der Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Lanthaler zu dem Vorfall zu sagen hat, sehen Sie im aktuellen Interview auf DAF Deutsches Anlegerfernsehen. Lanthaler empfindet die jüngste Entwicklung des Diabetes-Programms als "traurig", zumal das Medikament eine Hoffnung für Typ-1-Diabetes-Patienten gewesen wäre, das nur aufgrund eines wissenschaftlichen Betrugs nicht hergestellt werde. Evotec selbst habe laut Lanthaler mit diesem Vorfall operativ nichts zu tun, da das Projekt aus dem Jahr 2007 hervorgehe und nur mit dem Kauf der zugehörigen Firma im Jahr 2010 übernommen wurde. " Das vollständige Interview können Sie hier abrufen


Aktie leicht erholt
Am Mittwochmorgen kann sich die Aktie von Evotec – wie bereits im Handelsverlauf am Dienstag – weiter leicht erholen. Am Morgen notiert der Wert leicht im Plus bei 3,21 Euro. Anleger sollten bei Evotec nun aber zunächst eine nachhaltige Bodenbildung und eine Beruhigung abwarten. 


(Mit Material von dpa-AFX)

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