Deutliche Kursgewinne verzeichnen am Freitag die Netzwerkausrüster Ericsson und Nokia. Starke Zahlen der Schweden treiben die Aktien an. Neben einem überraschend hohen Gewinn wird zudem mehr Dividende ausgeschüttet. Die Charts sehen gut aus, mehr und macht sich die Erkenntnis breit, dass die Konzerne zu den KI-Gewinnern zählen.
Im vierten Quartal hat Ericsson das bereinigte EBITA um fast ein Viertel auf 12,7 Milliarden Schwedische Kronen (umgerechnet etwa 1,2 Milliarden Euro) gesteigert und die Erwartungen am Markt damit übertroffen. Positiv kam auch die Anhebung der Dividende von 2,85 auf 3,00 Kronen an – das entspricht einer Rendite von 3,2 Prozent. Experten hatten zwar mehr erwartet, dafür kündigten die Schweden noch ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 15 Milliarden Kronen an.
Der Umsatz ging bei Ericsson zwar um fünf Prozent auf 69,3 Milliarden Kronen zurück. Organisch stand allerdings ein Wachstum von sechs Prozent zu Buche. Vor allem in der wichtigen Netzwerksparte lief es gut. Unter dem Strich blieb sogar ein Plus beim Gewinn von 76 Prozent auf 8,6 Milliarden Kronen.
Im Sog der starken Ericsson-Zahlen kann am Freitag auch Nokia zulegen. Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass die Finnen im direkten Vergleich die Nase vorn haben. Seit Anfang 2021 steht ein Plus von 81 Prozent zu Buche, während die Ericsson-Aktie zehn Prozent verloren hat. Ähnlich fällt der Blick auf die kurzfristige Performance seit Anfang 2025 aus: Nokia hat 34 Prozent gewonnen, Ericsson lediglich zwölf Prozent.
DER AKTIONÄR setzt ebenfalls auf Nokia. Die Aktie ist im Gegensatz zu Ericsson eine laufende Empfehlung und dürfte auch in den kommenden Monaten besser performen. Die Netzwerkausrüster sollten vom Megatrend KI künftig weiter profitieren und die zuletzt ohnehin starken Chartbilder dürften sich noch mehr aufhellen.
Heute, 13:27