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EOS – Der Ethereum-Killer?

EOS – Der Ethereum-Killer?
Foto: Börsenmedien AG
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20.05.2018, 08:30 ‧ Marco Bernegg
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Der Altcoin EOS erlebt aktuell einen regelrechten Hype. Von den Promotern wird die Kryptowährung als „Ethereum mit besserem Motor“ propagiert und in Foren spricht man oft von dem „Ethereum-Killer“. Doch kann EOS dem Platzhirschen Ethereum wirklich gefährlich werden?

Zuerst die Gemeinsamkeiten: Beide Projekte sind Plattformen, die Entwicklern ermöglichen eigene dezentrale Anwendungen zu erstellen. Diese reichen von grundlegenden Smart Contracts bis hin zu großen automatisierten Prozessen. Es sind ebenfalls Plattformen, auf denen Initial Coin Offerings (ICO) ausgeführt werden können. 

Ursprünglich startete EOS sogar als ICO auf der Ethereum-Blockchain. Für Juni ist jedoch die Veröffentlichung des MainNets angekündigt, wodurch man sich von Ethereum löst und den eigenen Algorithmus unter realen Bedingungen testet.

Ein elementares Problem von vielen Kryptowährungen ist die Skalierung. Ethereum arbeitet – wie auch der Bitcoin - mit dem sogenannten Proof-of-Work-Algorithmus, der auf dem Mining beruht. Ethereum führt dadurch rund 15 Transaktionen pro Sekunde (TPS) durch. Im Laufe der nächsten Monate werden die Entwickler um Vitalik Buterin auf den schnelleren und energieeffizienteren Proof-of-Stake-Algorithmus wechseln. 

Der Algorithmus von EOS nennt sich Delegated Proof-of-Stake. Hier werden von Token-Besitzern „Zeugen“ gewählt, die dann für den Konsens im Netzwerk verantwortlich sind. Diese „Zeugen“ werden mit Token entlohnt. Es gibt zudem „Delegierte“, die Änderungen am Netzwerk vorschlagen können. In einem Blogeintrag von EOS geben die Entwickler an, dass im Worst Case 1.000 TPS erreicht werden – im besten Fall rechnen sie mit 6.000 TPS.

Diversifizieren 

Sollte der Start des EOS-MainNet im Juni reibungsfrei über die Bühne gehen, wird der Altcoin einen großen Vorteil gegenüber Ethereum haben. Dennoch sind auch schon viele Erwartungen im EOS-Kurs enthalten. Um das Risiko zu reduzieren, bieten sich Positionen von beiden Kryptowährungen in einem Portfolio an.

Dies bestätigte dem AKTIONÄR auch Alexander Katz von der Decentriq AG. Seiner Meinung nach sollte ein langfristiges Portfolio sowohl EOS als auch Cardano beinhalten, da es einen technologischen Hedge hinsichtlich Ethereum darstellt. 

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