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13.10.2015 Maximilian Steppan

E.on: Goldman Sachs bleibt bullish - Aktie mit 70 Prozent Potenzial?

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Nachdem gestern schon einige Analysten eine neue Einschätzung zur E.on-Aktie abgegeben haben, folgen heute aus dem Hause Goldman Sachs und S&P Capital IQ weitere Expertenmeinungen. Das Papier steht derweil vor einem Widerstand.

Wie auch in der Vergangenheit zeigt sich die US-Investmentbank Goldman Sachs als besonders bullish. Analystin Deborah Wilkens hat die Aktien von E.on auf der "Conviction Buy List" mit einem Kursziel von 17 Euro belassen. Nach dem positiven Ausgang der Atom-Stresstests sieht Wilkens deutliches Bewertungspotenzial bei den Versorger-Titeln. Die Berechenbarkeit sei nun so gut wie seit Jahren nicht mehr. Alleine für das Netzgeschäft und den Bereich Erneuerbare Energien habe die E.on-Aktie einen Spielraum von 11 Euro.

Das Analysehaus S&P Capital IQ hat E.on nach dem positiven Ausgang des Atom-Stresstests von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Das Kursziel hob Analyst Ahmad Halim von 9,80 auf 10,70 Euro an. Die Ergebnisse sollten auch mit Blick auf die unter Druck stehenden Kreditratings für Erleichterung sorgen, schrieb der Experte. Halim geht davon aus, dass die Konzentration des DAX-Konzerns auf Erneuerbare Energien die sinkende Wirtschaftlichkeit der Kohle- und Atomkraftwerke ausgleichen kann.

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Große Herausforderungen

Der bestandene Stresstest nimmt einen großen Unsicherheitsfaktor aus dem Markt. Allerdings hat E.on noch genügend andere Probleme, die es zu lösen gilt. Aufgrund der gesunkenen Großhandelspreise für Strom laufen die konventionellen Kraftwerke des Konzerns kaum noch profitabel. Hinzu kommt, dass der Erfolg der geplanten Konzernaufspaltung weiterhin in den Sternen steht. Anleger sollten die 35-prozentige Erholung seit dem Tief bei 7,09 Euro nicht überbewerten. Denn zuvor hatte sich die Aktie immerhin halbiert.

Für langfristig orientierte Anleger drängt sich ein Einstieg bei E.on daher nach wie vor nicht auf. Investierte Zocker sollten nicht vergessen, auch die Gewinne einzustreichen. Schafft die Aktie in den kommenden Handelstagen nicht den Sprung über den Widerstand bei 10,25 Euro, bietet sich ein Glattstellen der Position an.

(Mit Material von dpa-AFX)

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