11.04.2019 Michel Doepke

E.on goes Wasserstoff: Das ist die Zukunft

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E.on
Trendthema

Der DAX-Konzern E.on rüstet sich für die neue Energiewelt. Mit dem fortschreitenden Ausbau der erneuerbaren Energien wird es immer schwieriger, in Stoßzeiten den überschüssigen Strom sinnvoll zu nutzen. Das koppeln von Sektoren gewinnt daher zunehmend an Bedeutung. E.on will mit der bundesweiten Initiative "Grünes Gas aus Grünem Strom" die Reduzierung von Kohlenstoffdioxid vorantreiben.

Schlüsseltechnologie Power-to-Gas (P2G)

Mithilfe von innovativen Technologien plant der Versorger die Verbindung der Bereiche Wärme, Verkehr und Industrie. Eine Schlüsseltechnologie dafür könnte Power-to-Gas  sein. Wie E.on berichtet, wandeln Anlagen beispielsweise dezentral erzeugten Strom aus Windkraft- und Solaranlagen in "grünes" Gas um, also in Wasserstoff oder - in einem weiteren Schritt - in synthetisches Methan. Beides könne direkt in die Gasverteilnetze eingespeist und unmittelbar beim Kunden zur Dekarbonisierung von Wärmeversorgung, von Mobilitätsanwendungen und industriellen Prozessen eingesetzt werden.

Mit dem zunehmenden Ausbau der erneuerbaren Energien wächst der Bedarf an Speicherlösungen, wie beispielsweise Power-to-Gas-Anlagen. Was für die Technologie benötigt wird, sind Elektrolyse-Anlagen. Davon könnte Nel aus Norwegen profitieren. Das Unternehmen verfügt über jahrzehntelanges Know-how im Bereich der Elektrolyse und hat weltweit bereits die Geräte ausgeliefert, zuletzt konnte zum Beispiel ein Auftrag aus der Schweiz vermeldet werden.

Klar ist: Die Projekte, die E.on diesbezüglich anstößt, befinden sich noch in einem frühen Stadium. Doch der Bedarf an Lösungen wie Power-to-Gas dürfte mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien weiter steigen. Damit verbunden prognostiziert Navigant Research einen steilen Anstieg der installierten Power-to-Gas- und Wasserstoffproduktion.

Potenzieller Megatrend?

E.on positioniert sich rechtzeitig für einen möglichen Megatrend in der neuen, modernen Energiewelt. Der DAX-Konzern ist mit der anstehenden Innogy-Fusion dafür gut gerüstet und dürfte mit dem künftigen Fokus auf Netze und Vertrieb in der Erfolgsspur bleiben. Investierte Anleger bleiben bei der Dividendenperle an Bord, auch Neueinsteiger können weiter zugreifen.