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Entscheidung naht: Deutsche IT-Perle vor Kaufsignal

Entscheidung naht: Deutsche IT-Perle vor Kaufsignal
Foto: Shutterstock
Michael Schröder 28.01.2026, 11:05 ‧ Michael Schröder
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Die Hoffnung, dass sich der Investitionsstau der öffentlichen Hand endlich löst, hat der Aktie von Bechtle Ende November neues Leben eingehaucht. Nach einer kurzen Verschnaufpause deutet nun vieles auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends hin. Dazu muss die IT-Aktie aber einen charttechnischen Widerstand überwinden. 

Es ist ein offenes Geheimnis: Die IT-Branche hat lange unter einer Nachfrageschwäche gelitten, da sich Kunden angesichts der schleppenden Konjunktur und globaler Unsicherheiten mit Investitionen zurückhielten und zahlreiche Budgets der Bundesregierung auf Eis lagen. Doch nun zeichnet sich eine Trendwende ab.

Erste Indikatoren deuten bereits darauf hin, auch Volkswirte zeigen sich zuversichtlich: Deutschland hat gute Chancen, im laufenden Jahr zumindest den Startschuss für ein wirtschaftliches Comeback zu setzen. Bestätigt sich dieses Szenario, steht der IT-Sektor vor einer Renaissance an den Börsen.

Vor allem die Budgetfreigaben der Bundesregierung sind für die IT-Branche von zentraler Bedeutung, da Bund, Länder und Kommunen zu den größten IT-Auftraggebern in Deutschland zählen. Aufgeschobene Digitalisierungsprojekte – etwa in den Bereichen E-Government, Cloud, IT-Sicherheit oder Verwaltungsmodernisierung – dürften nun wieder anlaufen. Das sollte bei den heimischen IT-Dienstleistern in den kommenden Wochen und Monaten für eine spürbare Belebung des Auftragseingangs sorgen, Planungssicherheit schaffen und am Ende Umsätze über mehrere Jahre hinweg sichern.

Branchenkenner sind entsprechend zuversichtlich: Bechtle ist gut positioniert, um von den geplanten milliardenschweren staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung sowie von den – unabhängig davon – steigenden öffentlichen Ausgaben zu profitieren. Hinzu kommen wieder anziehende IT-Investitionen kleiner und mittelgroßer Unternehmen.

Passend dazu hat der IT-Dienstleister nach einem überraschend starken dritten Quartal einen Endspurt im Schlussquartal 2025 nicht ausgeschlossen und seine breit gefasste Prognose bestätigt. Für 2025 erwartet Vorstandschef Thomas Olemotz ein Vorsteuerergebnis (EBT) in einer Bandbreite von minus bis plus fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 345 Millionen Euro. Das Geschäftsvolumen soll insgesamt leicht wachsen, der Umsatz hingegen voraussichtlich etwas schwächer ausfallen. Für das laufende Jahr wird bei Bechtle ein moderates Umsatz- und Ergebniswachstum erwartet. Dabei kommt es insbesondere auf die Aussagen von Olemotz an, die von Investoren wie gewohnt auf die Goldwaage gelegt werden dürften. Offizielle Wasserstandsmeldungen sind zwar erst für den 19. März angekündigt, erste Eckdaten könnten jedoch schon früher kommuniziert werden.

Bechtle (WKN: 515870)

Mit einem nachhaltigen Sprung über das Verlaufshoch aus dem November bei 44,74 Euro wäre der Weg für eine Trendfortsetzung in Richtung der nächsten charttechnischen Zielzone um 48 Euro geebnet – ein Niveau, das aus heutiger Sicht auch fundamental durchaus zu rechtfertigen wäre. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot auf dieses Szenario. Erste Buchgewinne bereits aufgelaufen.

Hinweis auf Interessenkonflikte: Aktien von Bechtle befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.


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