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25.02.2021 Benedikt Kaufmann

Electronic Arts: Zukäufe schaffen gute Langfrist-Perspektiven

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Electronic Arts

Electronic Arts hat kräftig zugekauft und sich für die nächsten Quartale gut aufgestellt. Langfristig schafft das Perspektiven auch wenn es kurzfristig für die Aktie nach unten geht.

Codemasters für 1,2 Milliarden Dollar

Der Zukauf von Codemasters für 1,2 Milliarden Dollar, der mittlerweile abgeschlossen ist, katapultiert EA auf Platz Eins unter den Rennspiele-Publishern. Zu den eigenen Franchises wie Need for Speed und Burnout kommen die F1-Serie, Project Cars, GRID, Dirt und WRC dazu.

Die Nische der Rennspiele will das EA-Management damit großflächig angreifen. Mit einem Netzwerk aus bereits 430 Millionen Spielern sowie dem Abo-Dienst EA Play sollen die Codemaster-Spiele künftig ein größeres Publikum erreichen.

Das EA-Management glaubt an den Erfolg des Genres. „Wir wissen es gibt einen riesigen Markt für Rennspiele und wir glauben, dass es dort noch einiges an Wachstum und Potenzial herauszuholen ist“, sagte Vize-Strategievorstand Matt Bilbey gegenüber gamesindutry.biz.

Glu Mobile für 2,1 Milliarden Dollar

Der Zukauf von Glu Mobile, der von vielen Analysten als günstiger Deal gewertet wurde, dürfte Electronic Arts künftig ebenfalls kräftig unter die Arme greifen. Der 2,1 Milliarden Dollar schwere Deal in Cash vergrößert auf einen Schlag die Präsenz von Electronic Arts auf dem wichtigen, weil schnell wachsenden Mobile-Markt.

Activision Blizzard macht es aktuell vor und zeigt wie wertvoll Mobile-Adaptionen der Top-Franchises sein können. Für EA bleibt Mobile die schwächste Plattform. Insbesondere die Fähigkeiten aus dem Hause Glu zur Monetarisierung von Sport-Mobile-Games dürften hier in Zukunft interessant werden.

„Mobile wächst weiter und ist die größte Plattform weltweit – und mit der Übernahme des Spiele-Portfolios und Angestellten von Glu haben wir nun unser Mobile-Geschäft verdoppelt“, sagte EA-Chef Andrew Wilson in der Pressemitteilung zur Übernahme.

Während es beim Codemaster-Zukauf primär darum geht, das eigene Spiele-Lineup (auch im Hinblick auf das Spiele-Abonnement EA Play) zu vergrößern und insbesondere für die Fans von Racing-Spielen zur einzig sinnvollen Alternative zu werden, hat die Glu-Übernahme eine größere strategische Bedeutung für die längerfristige Zukunft.

Trotz eines verhaltenen Ausblicks nach den Quartalszahlen liefert Electronic Arts mit den Übernahmen seinen Anlegern attraktive Perspektiven. Kurzfristig gilt es jedoch die Unterstützungszone bei 136 Dollar nicht zu unterschreiten. Abwarten und Gewinne laufen lassen. 

Electronic Arts (WKN: 878372)