26.02.2019 Benedikt Kaufmann

Electronic Arts: Nach „Anthem“-Debakel jetzt attraktives Kurspotenzial nutzen

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Electronic Arts
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Vergangenen Freitag veröffentlichte Electronic Arts „Anthem“. Doch das neue Spiel des Publishers kann die Kritiker nicht überzeugen – die Aktien-Rallye rund um den Anfang Februar erschienenen Überraschungserfolg „Apex Legends“ wurde jäh ausgebremst. Die Kursverluste der vergangenen Woche bieten spekulativen Anlegern jetzt attraktive Chancen.

Auf den Erfolg von „Apex Legends“ konnte Electronic Ars mit der Veröffentlichung von „Anthem“ nicht aufbauen. Erste Tests wie der des Spielemagazins GameStar zeigt Schwächen des Spieles auf. Das Fazit der deutschen Gaming-Magazins (Paywall): „Anthem lässt sich fast (!) komplett im Koop spielen. Oder alternativ fast (!) komplett solo. Und genau dieses »fast« entpuppt sich als das Haar in einer sonst recht schmackhaften Multiplayer-Suppe.“

Die GameStar gibt dem Spiel nur eine Bewertung von 67 Prozent. Etwas schlechter sieht es auf Metacritic aus, einer Seite auf der unterschiedliche Bewertungen zu einer zusammengefasst werden. Der Kritiker-Konsens kommt hier auf eine Bewertung von 60 Prozent.

Anleger soll der schwache „Anthem“-Start jedoch nicht beunruhigen, da Electronic Arts im ersten Quartal bereits einen Riesenerfolg mit „Apex Legends“ hatte und die jährlichen Spiele-Releases wie „FIFA“ oder „Battlefield“ die Umsatzgaranten des Konzerns bleiben. Gleichzeitig erwarten Analysten im Q4 (bis 31. März) einen Umsatzrückgang von 25 Prozent auf 1,19 Milliarden Dollar. Ein schwacher „Anthem“-Start scheint bereits in die Schätzungen eingepreist.

Attraktive Spekulation

Langfristig interessierte Anleger beobachten daher die EA-Aktie unverändert auf der Watchlist. Wer kurzfristig interessiert ist, kann auf dem niedrigeren Kursniveau auf neue Spielerzahlen von „Apex Legends“ spekulieren. Am Montag nächste Woche ist nach der Veröffentlichung des Überraschungshits exakt ein Monat vergangen. Der Anfangserfolg von 25 Millionen Spielern nach einer Woche sollte deutlich ausgebaut werden.