Erneute Verunsicherung an den Märkten. Nach dem starken Lauf zuletzt geben die US-Aktienmärkte aktuell wieder etwas nach. Als Grund nannten Händler die in den vergangenen Stunden gestiegenen Ölpreise. Die Anleger warten auf Neuigkeiten zu einem möglichen Abkommen zwischen den USA und dem Iran, das den Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus wiederbeleben würde.
Der Dow Jones Industrial fiel zuletzt um 0,7 Prozent auf 49.555 Punkte, nachdem er anfangs kurzzeitig über die Marke von 50.000 Punkten geklettert war. Der marktbreite S&P 500 erklomm zunächst ein Rekordhoch, drehte aber ins Minus und verlor zuletzt 0,5 Prozent auf 7.331 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,3 Prozent auf 28.526 Punkte abwärts, nachdem der technologielastige Auswahlindex anfangs ebenfalls einen weiteren Höchststand markiert hatte.
Im Nahost-Konflikt prüft Irans Regierung nach eigenen Angaben weiter einen Verhandlungsvorschlag aus den USA. Sobald die Beratungen abgeschlossen seien, werde das Ergebnis über Pakistan als Vermittler an die USA kommuniziert. Washington hatte Teheran eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten unterbreitet. Ziel ist es dabei unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.
Die McDonald's-Aktie sank nach anfänglichen klaren Gewinnen zuletzt um 0,6 Prozent. Der Konzernumsatz und der bereinigte Gewinn der Schnellrestaurant-Kette fielen im ersten Quartal überraschend gut aus. Im zweiten Quartal dürfte es aber eine spürbare Verlangsamung der Umsatzentwicklung geben, sagte Firmenchef Chris Kempczinski. Die Stimmung der Konsumenten werde etwas schlechter. Zudem erhöhe der Iran-Krieg das Inflationsrisiko.
Arm Holdings warnte anlässlich der Zahlenvorlage vor einer Flaute in der Smartphone-Branche, wodurch eine entscheidende Einnahmequelle des Chip-Herstellers beeinträchtigt würde. Der Chipdesigner erwartet allerdings, dass das Wachstum im Bereich der KI-Rechenzentren diesen Einbruch mehr als ausgleichen wird. Die Arm-Titel büßten 10,6 Prozent ein.
Für ein regelrechtes Spektakel sorgten indes die Aktien von Datadog. Sie verteuerten sich um bis zu 38 Prozent. Das ist der stärkste Kursanstieg seit mehr als sechs Jahren. Zuletzt notierten sie noch 27 Prozent höher. Der Grund: Der Softwareentwickler hob die Jahresziele für Umsatz und Gewinn an und übertraf damit die Prognosen der Analysten.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 20:37