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06.10.2020 Jochen Kauper

Dow Jones dreht ins Minus: Trump stoppt Konjunkturprogramm

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Boeing

Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu einem Stopp der Gespräche über ein weiteres Konjunkturprogramm haben den Anlegern am New Yorker Aktienmarkt am Dienstag den Börsentag verdorben. Hatten sie im Verlauf noch auf eine womöglich zeitnahe Einigung zwischen Republikanern und Demokraten über ein weiteres Stimuluspaket gehofft, fuhr der gerade erst vom Krankenhaus ins Weiße Haus zurückgekehrte Trump ihnen dann in die Parade. Trump will die Gespräche zunächst bis nach den US-Wahlen am 3. November auf Eis legen.

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Nasdaq 100 (ISIN: DE000DB2KFB5)

Für die Standardwerte, die zunächst ihre Vortagesgewinne etwas ausgebaut hatten, ging es nach den Aussagen Trumps nach unten. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss mit minus 1,34 Prozent auf 27 772,76 Punkten. Ähnlich hohe Verluste von 1,40 Prozent auf 3360,97 Punkte verbuchte der marktbreite S&P 500. Für den technologielastigen Nasdaq 100, der sich kurz vor der Trump-Ankündigung gerade ins Plus vorgearbeitet hatte, ging es am Ende des Tages um 1,89 Prozent auf 11 291,27 Punkte bergab.

Boeing (WKN: 850471)

Im Dow gab es fast nur Verlierer. Am schlimmsten erwischte es die Aktien von Boeing mit einem Abschlag von 6,81 Prozent. Der Flugzeugbauer rechnet wegen der Corona-Krise in den nächsten zehn Jahren mit einem deutlich geringeren Bedarf an neuen Verkehrsflugzeugen. Die Nachfrage dürfte sich laut Boeing erst in den zehn Jahren bis zum Jahr 2039 wieder erholen. Eine vollständige Erholung werde allerdings Jahre dauern.

General Electric (WKN: 851144)

Im S&P 500 drehten General Electric (GE) im Verlauf deutlich ins Minus und schlossen 3,74 Prozent tiefer. Grund war eine Mitteilung des Mischkonzerns, dass die US-Börsenaufsicht mit rechtlichen Schritten gegen GE droht. Die GE-Aktien haben sich vom Corona-Crash bislang nicht erholt und tendieren seit Monaten seitwärts.

BioNTech (WKN: A2PSR2)

Schlagzeilen machten auch am Dienstag wieder Pharmawerte. So kommt das Mainzer Unternehmen Biontech der möglichen Marktzulassung seines Corona-Impfstoffkandidaten einen Schritt näher: Die europäische Arzneimittelbehörde Ema bestätigte, dass der Wirkstoff BNT162b2 in einem speziellen Verfahren geprüft werde. Zuvor hatten Biontech und der Pharmakonzern Pfizer, der die Entwicklung unterstützt, das Prüfverfahren angekündigt. Die in New York an der Nasdaq notierten Biontech-Aktien legten um etwas mehr als sechs Prozent zu, die Pfizer-Papiere verloren indes 1,58 Prozent.


(Mit Material von dpa-AFX).

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