03.04.2020 Pierre Kiren

Dividendenperle BP: So bewerten Analysten die Aktie

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BP

Öl- und Gaskonzerne haben zurzeit einen schweren Stand. Der niedrige Ölpreis und der Nachfrageeinbruch belastet die gesamte Branche. Unabhängig von externen Effekten, sieht der britische Energiekonzern BP intern noch viel Einsparpotenzial. Die gestern angekündigte Maßnahmenliste kam an der Börse gut an – geht da noch mehr?

Die Analysten von JPMorgan finden schon – sie bekräftigten ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 475 Pence. 

Der Grund: Die Aktienkurse der Ölkonzerne hätten sich zuletzt von den stark sinkenden aktuellen Ölpreisen abgekoppelt und sich an eher an den Terminkontrakten mit längeren Laufzeiten orientiert. Diese seien zuletzt nicht so stark gefallen. Anleger, die in Aktien von Öl-Konzernen investieren, scheinen daher mittelfristig auf eine Erholung des Ölpreises zu setzen. Die Gefahr eines Dividendenausfalls sieht JPMorgan eher bei Konkurrent Shell, Eni und Repsol.

Die UBS bewertet die Streichung der Investitionen positiv – auch sie bekräftigen ihre Kaufempfehlung mit Kursziel 445 Pence.

Credit Suisse hingegen senkt das Ziel auf 375 Pence und belässt die Einstufung auf „Halten“. Das neue Kursziel reflektiere reduzierte Konjunkturprognosen. Positive Währungseffekte wirkten einer deutlicheren Kurszielsenkung aber entgegen.

Insgesamt empfehlen 15 Analysten die Aktie derzeit zum „Kauf“. 9 raten die Aktien zu „Halten“ und nur 3 Analysten zu „Verkaufen“. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten liegt bei 399 Pence – das entspricht einem aktuellen Kurspotenzial von 15 Prozent.

BP (WKN: 850518)

Das Marktumfeld für den Energieriesen bleibt hart. Durch den Ölpreisverfall sinken die Margen im erheblichen Umfang. Mutigen Anlegern bietet es jedoch eine gute Gelegenheit auf einen Turnaround zu spekulieren. Dieser sollte mit einem Stopp abgesichert werden, um große Verluste zu vermeiden. 

(Mit Material von dpa-AFX)