Die AXA-Aktie schaltet nach den jüngsten Quartalszahlen wieder in den Vorwärtsgang. Der französische Versicherungsriese hat mit seinem Zwischenbericht einmal mehr seine operative Stärke unter Beweis gestellt. Rückenwind kommt zudem von mehreren Analysten, die ihre positiven Einschätzungen bestätigt haben.
Die AXA hat die Bruttoprämien und sonstigen Erlöse im ersten Quartal auf 38,0 Milliarden Euro gesteigert. Das entspricht einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 37,0 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis lag das Wachstum sogar bei sechs Prozent.
Finanzchef Alban de Mailly Nesle sprach von einem starken Jahresauftakt mit Wachstum in allen Geschäftsbereichen. Die Entwicklung stehe vollständig im Einklang mit der organischen Wachstumsstrategie des Konzerns.
In der Schaden- und Unfallversicherung legten die Prämien um zwei Prozent auf 21,5 Milliarden Euro zu. Hier profitierte AXA von höheren Volumina und steigenden Preisen sowohl im Privatkundengeschäft als auch im Firmenkundensegment.
Noch dynamischer entwickelte sich der Bereich Leben und Gesundheit. Hier stiegen die Prämien um sieben Prozent auf 16,5 Milliarden Euro. Dazu trugen starke Verkäufe bei fondsgebundenen Produkten und Sparprodukten sowie eine günstige Preisentwicklung im Gesundheitsgeschäft bei.
Die Kapitalausstattung bleibt komfortabel. Die Solvency-II-Quote lag Ende März bei 211 Prozent, nach 215 Prozent zu Jahresbeginn. Damit verfügt AXA weiterhin über starke Finanzen.
Der Ausblick hat das Management um den deutschen Konzernchef Thomas Buberl. Der Versicherer sieht sich auf Kurs, beim bereinigten Gewinn je Aktie 2026 das obere Ende der Zielspanne zu erreichen. Diese liegt bei einem Wachstum von sechs bis acht Prozent.
Auch die Analysten bleiben zuversichtlich. Jefferies bestätigte die Einstufung für AXA mit „Buy“ und einem Kursziel von 43 Euro. Analyst Philip Kett wertete den Zwischenbericht positiv und hob vor allem das Volumenwachstum von sechs Prozent trotz nachlassender Preisdynamik hervor.
JPMorgan blieb bei „Overweight“ mit einem Kursziel von 47 Euro. Die Erträge seien wie erwartet ausgefallen, zudem habe AXA den Jahresausblick bestätigt. RBC sieht die Aktie weiter mit „Outperform“ und einem Kursziel von 48 Euro. Der Bericht sei solide und ein weiterer Beleg dafür, dass AXA die eigene Strategie erfolgreich umsetzt.
Die Zahlen haben die Stärke von AXA einmal mehr bestätigt. Der Konzern wächst solide, bleibt kapitalstark und überzeugt mit einem attraktiven Dividendenprofil. Nach der jüngsten Verschnaufpause rückt nun wieder das Jahreshoch bei 43,70 Euro in den Fokus. Ein Angriff auf diese Marke ist gut möglich. Anleger können bei der Dividendenperle wieder zugreifen.
Heute, 09:14