11.02.2014 Markus Horntrich

Dialog Semiconductor: Apple als große Chance statt großes Risiko

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DAX

Dialog Semiconductor wird auch 2014 gewohnt hohe Wachstumsraten aufweisen können. Der Newsflow wird weiterhin positiv sein. Insbesondere neue Produkte bei Apple und Samsung sollten das Geschäft und damit den Kurs beflügeln. Die Analysten vom Bankhaus Lampe haben das Kursziel deutlich angehoben.

Neue Impulse durch Apple und Samsung

Dialog Semiconductor wird in Kürze die Zahlen für das vierte Quartal vorlegen. Es ist davon auszugehe, dass das Zahlenwerk im Wesentlichen im Rahmen der jüngst angehobenen Guidance liegen wird. Insofern sind bezogen auf das vierte Quartal 2013 keine nennenswerten Überraschungen zu erwarten. Mit Blick auf das erste Quartal dürfte der Chip-Entwickler ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr in Aussicht stellen. Die Analysten vom Bankhaus Lampe sind optimistisch: Auch in diesem Jahr werde das Wachstum bei Dialog von Apple getrieben. Dazu sollen insbesondere steigende durchschnittliche Verkaufspreise (ASP: Average Selling Price) beitragen, die aufgrund steigender Funktionalität der Endprodukte um deutlich über 10 Prozent wachsen dürften. Durch die Einführung der „Rapid Charger“-Technologie bei Apple und auch bei anderen Herstellern wird sich die Anzahl der Chips pro Endgerät deutlich erhöhen. Die Analysten sehen zudem keine Gefahr, dass Dialog bei Apple Supply-Anteile verliert. Eher geht man davon aus, dass Chips von Dialog auch in neuen Produkten von Apple wie einer iWatch enthalten sein werden. In Sachen Newsflow erwartet die Lampe-Bank Meldungen über den Gewinn der fünften Plattform bei Samsung, neue Bluetooth-Kunden sowie erste Erfolge der Qualcomm-Partnerschaft. Ab Jahresmitte erwartet man neue Impulse durch Apple im Hinblick auf neue Produkte, die mit Dialog-Chips ausgestattet sind, wie etwa die lange erwartete iWatch.

Kursziel hoch

Vor dem Hintergrund der guten Visibilität für das laufende Jahr haben die Lampe-Analysten das Kursziel für die Dialog-Aktie von 18 auf 21 Euro angehoben. Das deckt sich mit der bekannten Einschätzung des AKTIONÄR.

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