Die DHL nimmt den osteuropäischen Markt zukünftig noch stärker ins Visier. Demnach will der DAX-Konzern bis zum Jahr 2030 mehr als 400 Millionen Euro in der Region investieren. Das Geld soll unter anderem in leistungsfähigere Logistikstrukturen, bessere internationale Verbindungen und technologiegestützte Lösungen für Lieferketten fließen.
Damit möchte der Konzern auch seine Kunden dabei unterstützen, ihre Lieferketten widerstandsfähiger und anpassungsfähiger aufzustellen. Im Zuge seiner Strategie 2030 hat DHL Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien als besonders aussichtsreiche Märkte eingestuft. Ihre Bedeutung wächst, weil sie stärker in Europas Produktions-, Handels- und Vertriebsnetze eingebunden werden. Hinzu kommt der Nearshoring-Trend: Unternehmen verlagern Aktivitäten näher an ihre europäischen Absatzmärkte.
Das Investitionsvorhaben umfasst mehrere Geschäftsfelder von DHL. Geplant ist, Kapazitäten in der Kontraktlogistik und bei Lagerflächen auszubauen sowie B2B-Transportnetze, digitale Kontrollzentren für Lieferketten, internationale Expressdienste und Frachtangebote weiterzuentwickeln.
„Mittel- und Osteuropa gewinnt für globale Handelsströme und Lieferkettennetzwerke zunehmend an Bedeutung. Insbesondere Polen entwickelt sich zu einem der dynamischsten Logistik- und Produktionsstandorte Europas“, sagte John Pearson, CEO von DHL Express.
DHL will weiter wachsen
Die DHL bleibt damit weiter auf Expansionskurs. In der Vorwoche hatte der DAX-Konzern sein Paketautomaten-Netz erweitert und dafür den Salzburger Betreiber Myflexbox übernommen. Bis 2030 soll das Unternehmen in Deutschland rund 25.000 Stationen aufstellen – etwa siebenmal so viele wie derzeit. Myflexbox betreibt aktuell rund 2.000 Automaten in Deutschland und weitere 1.000 in Österreich. Mit rund 100 Beschäftigten ist die Firma der größte unabhängige Anbieter.
DER AKTIONÄR ist für die Anteilscheine der DHL weiterhin positiv gestimmt. Denn der Bonner Logistikriese ist breit und strategisch clever aufgestellt. Zudem ist die Bewertung immer noch moderat und das Chartbild stark. Wer investiert ist, bleibt beim Dividendentitel dabei und lässt die Gewinne laufen. Der Stoppkurs kann nach wie vor bei 42,00 Euro belassen werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL.
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