18.05.2020 Michel Doepke

Deutsche Telekom: Mega-Deal voraus?

-%
Deutsche Telekom

Der japanische Mischkonzern Softbank will einem Pressebericht zufolge einen bedeutenden Anteil am gerade fusionierten US-Mobilfunker T-Mobile US an die Deutsche Telekom verkaufen. Dazu befänden sich Softbank und die Deutsche Telekom in Gesprächen, berichtete das Wall Street Journal am Montag unter Berufung auf informierte Personen. Mit einem möglichen Deal würde die Telekom ihren Anteil von derzeit knapp 44 Prozent auf über 50 Prozent erhöhen.

Dabei würde es sich um einen milliardenschweren Deal handeln, denn T-Mobile US ist derzeit an der Börse insgesamt rund 120 Milliarden Dollar wert (111 Milliarden Euro).

T-Mobile US und der von Softbank dominierte Rivale Sprint waren am 1. April zusammengegangen. Die Deutsche Telekom hatte sich dabei rund 43 Prozent der Anteile gesichert, kontrolliert das neue Unternehmen aber bereits über eine Stimmrechtsvereinbarung mit Softbank und konsolidiert die US-Tochter damit weiter in den eigenen Zahlen. Wie viele Aktien Softbank genau an die Telekom abgeben wolle, sei noch Gegenstand der Gespräche, hieß es im WSJ weiter.

Deutsche Telekom (WKN: 555750)

Ein möglicher Ausbau der Beteiligung an T-Mobile US macht strategisch Sinn. Denn die US-Tochter entwickelt sich weiter prächtig. Allerdings sitzt die Deutsche Telekom per Ende März 2020 auf einem Berg von 77,4 Milliarden Euro Nettoschulden. Dennoch: Die Telekom ist operativ auf dem richtigen Weg. Das sollte sich auch im Aktienkurs widerspiegeln. Anleger lassen die Gewinne laufen.

(Mit Material von dpa-AFX)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Deutsche Telekom. 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.