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17.07.2020 Fabian Strebin

Deutsche Börse nach neuem Rekordhoch: Jetzt alles verkaufen?

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Deutsche Börse

Die Deutsche Börse gehört zu den Aktien, die nach einem scharfen Einbruch im März die Peer-Group outperformt haben. Der Absturz wurde mehr als wettgemacht. Ist damit das Potenzial bereits ausgereizt? Die Meinungen dazu gehen auseinander. DER AKTIONÄR legt sich aber eindeutig fest.

Das Analysehaus Warburg Research hat die Aktie von "Hold" auf "Sell" abgestuft, das Kursziel aber von 143 auf 145 Euro angehoben. Die Bewertung der Papiere erscheine nach ihrem guten Lauf inzwischen zu hoch, so Analyst Andreas Pläsier. Er rechnet für das zweite Quartal mit geringerer Wachstumsdynamik bei dem Börsenbetreiber.

Die Deutsche Bank vertritt hingegen die komplett andere Ansicht, das Kursziel wurde am Montag von 160 auf 172 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Gutes Wachstum habe seinen Preis, bewertete Analyst Benjamin Goy den jüngsten Kursanstieg bei der Aktie des Börsenbetreibers. Das Bewertungsniveau bleibe aber immer noch günstig. Das Kursziel macht der Experte nun an seinen Schätzungen für 2022 fest.

Die Volatilität spielt der Deutschen Börse in die Hände. Die Umsätze dürften auch im zweiten Quartal höher als vor einem Jahr gewesen sein. Gewissheit gibt es am 29. Juli. Denn dann öffnet der Marktbetreiber seine Bücher für das zweite Quartal.

Egal wie es mit der Corona-Pandemie weitergeht: Die wirtschaftliche Erholung wird holprig und die Volatilität und die Umsätze an den Aktienmärkten können immer wieder stark steigen. Auch von Zukäufen und Übernahmen sollte der Konzern profitieren. CEO Theodor Weimer ist hier bereits auf der Suche nach lohnenden Zielen.

Deutsche Börse (WKN: 581005)

Die Aktie hat am Montag mit 169,90 Euro ein neues Allzeithoch markiert. Allerdings konnte das nicht gehalten werden, der Kurs ist wieder zurückgekommen. Wichtig ist nun, dass vorerst die Unterstützungszone um 160-162 Euro verteidigt wird.

Für stürmische Zeiten ist das Papier goldrichtig. Investierte Anleger achten auf den Stopp bei 120,00 Euro.