07.01.2014 Thorsten Küfner

Deutsche Bank: Weg mit dem „Parallel-Vorstand“!

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Deutsche Bank

Bei Deutschlands Branchenprimus bahnt sich offenbar gleich zu Beginn des neuen Jahres ein Streit an: Einige Aufsichtsräte der Deutschen Bank fordern laut einem Pressebericht mehr Einfluss auf den erweiterten Vorstand des Frankfurter Geldhauses.

Dieser erweiterte Vorstand wurde noch zu Amtszeiten von Josef Ackermann gegründet. Die elf Mitglieder sind dazu berechtigt, weitreichende Entscheidungen zu treffen, auf die der Aufsichtsrat keinen Einfluss hat. Daher sind viele Aufseher laut der Süddeutschen Zeitung von diesem „Parallel-Vorstand“ wenig begeistert. „Das werden wir bei der nächsten Sitzung thematisieren“, erklärte ein Vertreter des Aufsichtsrats gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Aktie bleibt attraktiv

Nichtsdestotrotz bleibt DER AKTIONÄR für die Aktie der Deutschen Bank positiv gestimmt. Die Anteile sind im Branchenvergleich sehr günstig bewertet und daher ein Kauf. Der Stopp sollte bei 29,00 Euro belassen werden.

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