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19.01.2014 Florian Söllner

Deutsche Bank: Überraschung am Sonntag

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Deutsche Bank

Dass 2013 kein Spaziergang für die Deutsche Bank werden würde, war klar. Bereits im Oktober hatten Jürgen Fitschen und Anshu Jain darauf hingewiesen, dass auch in den nächsten Quartalen noch einmal Herausforderungen auf das Institut zukommen würden. Die am heutigen Sonntag vorgelegten Zahlen sind dennoch von mehr Belastungen beeinflussten als von den meisten Analysten erwartet. So lag der Vorsteuerverlust des Konzerns im vierten Quartal bei 1,2 Milliarden Euro. Immerhin: Bereinigt um Sondereinflüsse wie Rechtsstreitigkeiten lag der Vorsteuergewinn der Kernbank bei 1,3 Milliarden Euro. Geholfen haben dabei Kosteneinsparungen in Höhe von sechs Prozent. Unterm Strich verzeichnete aber auch die Kernbank einen kleinen Verlust von 0,03 Milliarden Euro.

Deutlich rückgängig waren die im vierten Quartal erzielten Konzernerträge (16 Prozent unter Vorjahr). Hauptverantwortlich dafür war ein schwächeres Umfeld für den Bereich Corporate Banking & Securities (CB&S).

Langfrist-Ziele intakt

Dass die Deutsche Bank dennoch im Kern gesund ist, darauf wiesen die Co-Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank erneut hin: "2013 war das zweite Jahr in Folge, in dem wir in das künftige Wachstum sowie die weitere Stärkung unserer Kontrollen investierten und Altlasten abarbeiteten. Gleichwohl erzielten wir im operativen Kerngeschäft eines der besten Ergebnisse der vergangenen zehn Jahre und haben die Deutsche Bank fitter, sicherer und ausgewogener gemacht. Wir erwarten, dass 2014 ein Jahr mit weiteren Herausforderungen und ihrer disziplinierten Bewältigung sein wird. Wir sind jedoch zuversichtlich, unsere für 2015 gesetzten Ziele zu erreichen.“

Buy-on-Bad-News?
Die Meldung vom Wochenende könnte die Erholungsbewegung der Deutschen-Bank-Aktie kurzfristig in Stocken bringen – schließlich wurde der Analysten-Konsenus deutlich verfehlt. Dennoch hat die Aktie aufgrund der (bisher) extrem günstigen Bewertung auf KGV-Basis einen gewissen Puffer, schwächere Zahlen wegzustecken. Sind die Zahlen verdaut, könnte sich die Abarbeitung kniffliger Themen im Q4  sogar als förderlich für das Ergebnis im Jahr 2014 und die mittelfristige Kursentwicklung herauskristallisieren. Kurzfristig ist jedoch mit einer erhöhten Volatilität der Aktie zu rechnen.

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