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11.01.2021 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Straffreiheit in den USA nach Vergleich

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Deutsche Bank

Die Deutsche-Bank-Aktie notiert heute etwas tiefer. Dabei sollten Anleger Grund zur Freude haben, denn die Bank hat in den USA gegen Zahlung von mehr als hundert Millionen Dollar strafrechtliche Ermittlungen beilegen können. Das zeigt, dass größere Rechtsstreitigkeiten aktuell kein Thema mehr sind, nachdem sie das Finanzinstitut jahrelang belasteten.

Die Deutsche Bank räumt mit millionenschweren Vergleichen weitere juristische Altlasten in den USA aus. Das größte deutsche Geldhaus zahlt bei einem Kompromiss mit dem Justizministerium und der Börsenaufsicht SEC wegen Vorwürfen der Bestechung bei bestimmten Auslandsgeschäften und Manipulationen im Handel mit Edelmetallkontrakten rund 130 Millionen Dollar (106 Millionen Euro), wie das Ministerium am Freitag in Washington mitteilte. Im Gegenzug werden strafrechtliche Verfahren eingestellt.

Kontrollen waren zu lasch

Die Deutsche Bank habe aufgrund mangelnder interner Kontrollen sieben Jahre lang zugelassen, dass die Buchhaltung frisiert wurde, um Bestechungsgeldzahlungen und andere unzulässige Geldflüsse zu verschleiern, erklärte das Justizministerium. Zudem hätten Händler über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg versucht, die US-Finanzmärkte auf betrügerische Weise zu manipulieren

"Auch wenn wir uns zu den Details der Vergleiche nicht äußern können, übernehmen wir die Verantwortung für diese Vorgänge, die sich zwischen 2008 und 2017 ereignet haben", erklärte die Deutsche Bank in einem Statement. Die Angelegenheiten seien gründlich untersucht worden, dabei habe das Unternehmen voll mit dem Justizministerium und der Börsenaufsicht SEC kooperiert. Die Bank habe erhebliche Maßnahmen ergriffen und viel Geld ausgegeben, um ihre Prozesse zu verbessern.

Bei den Anschuldigungen der US-Behörden geht es um Verstöße gegen das Anti-Korruptionsgesetz "Foreign Corrupt Practices Act", mit dem die USA Bestechungsvorwürfe auch jenseits ihrer eigenen Landesgrenzen verfolgen können. Konkret wird in den Gerichtsakten etwa ein Schmiergeld-Deal im Jahr 2010 genannt, bei dem über Vermittler geschäftliche Vorteile in Abu Dhabi erlangt werden sollten. Bei der Deutschen Bank sei das Vorhaben intern "Project X" genannt worden.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Charttechnisch kommt als nächstes die Unterstützung um 9,20 Euro in den Fokus. Dreht der Kurs, ist die Marke von zehn Euro das nächste Ziel, das Anleger im Auge behalten sollten. Wer die Aktie bereits im Depot hat, bleibt dabei. Mutige können auf kurzfristige Gewinne setzen, falls der Kurs wieder dreht.

Mit Material von dpa-AFX.

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