02.08.2019 Nikolas Kessler

Deutsche Bank: Deutliches Signal an die Aktionäre

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Deutsche Bank
Trendthema

Der geplante Konzernumbau der Deutschen Bank hat bei Anlegern und Analysten bislang ein geteiltes Echo hervorgerufen. Nun geht Aufsichtsratschef Paul Achleitner mit gutem Beispiel voran und hat Deutsche-Bank-Aktien im Wert von fast einer Millionen Euro gekauft. Damit stärkt er auch Vorstandschef Christian Sewing den Rücken.

Wie aus einer aktuellen DGAP-Meldung hervorgeht, hat Achleitner am heutigen Freitag (2. August) Deutsche-Bank-Aktien im Volumen von 992.380,00 Euro gekauft. Bei einem Kaufpreis von 6,844 Euro dürften somit 145.000 weitere Aktien ins Depot des Aufsichtsratschefs gewandert sein.

Rückendeckung für den Konzernumbau

Der Insider-Kauf – noch dazu zum jetzigen Zeitpunkt – lässt sich durchaus als weiterer Vertrauensbeweis für die ambitionierten Umbaupläne von Vorstandschef Christian Sewing interpretieren.

Angesichts äußerst schwacher Zustimmungswerte bei der Hauptversammlung hatte Achleitner bereits Ende Mai seinen Widerstand gegen eine großangelegte Umstrukturierung samt Einschnitten im Investmentbanking aufgegeben und erklärt: „Wir müssen noch schneller und radikaler umbauen.“

Anfang Juli hatte die Bank schließlich konkrete Pläne für eine umfassende Restrukturierung bekanntgegeben, die bis Ende 2022 rund 7,4 Milliarden Euro verschlingen soll. Bereits im zweiten Quartal haben die Maßnahmen der Deutschen Bank einen Milliardenverlust eingebrockt.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Keine Impulse für die Aktie

Bereits vor dem Aufsichtsratschef hatte CEO Sewing am 24. Juli selbst eigene Aktien gekauft, wenn auch in deutlich geringerem Volumen von insgesamt 21.914 Euro. 

Bislang wollen die Aktionäre dem Beispiel des Top-Managements aber noch nicht so recht folgen. Zum Ausklang einer durchwachsenen Woche notiert die Deutsche-Bank-Aktie am Freitagnachmittag rund eineinhalb Prozent schwächer im Bereich der 7-Euro-Marke.