Zum Wochenauftakt zeichnet sich für den DAX ein moderat freundlicher Handelsverlauf ab. Rund zwei Stunden vor Handelsbeginn im Xetra-System sah Broker IG den Leitindex mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 26.495 Zählern. Damit bleibt er unter dem Rekordstand von 26.573 Punkten, den er am Mittwoch der Vorwoche erreicht hatte.
Danach nahmen die Anleger wieder Gewinne mit, auf Wochensicht stand dennoch ein Zuwachs von knapp 0,5 Prozent auf 26.440 Punkte zu Buche. Damit verzeichnete der deutsche Leitindex bereits die vierte Gewinnwoche in Folge. In diesem Zeitraum summierte sich das Plus auf 6,5 Prozent, wodurch sich die Jahresperformance auf mittlerweile fast acht Prozent erhöhte. Gemessen am Jahrestief im März beträgt der Kursanstieg sogar gut 20 Prozent. Damals war der Dax im Zuge des Kriegs zwischen Israel und dem Iran sowie der daraus resultierenden Ölpreis-Rally zeitweise auf unter 22.000 Punkte gerutscht.
Die anhaltende Ungewissheit über den weiteren Verlauf des Nahost-Konflikts scheint die Marktteilnehmer zuletzt kaum noch zu beunruhigen. Anstatt der eigentlich rund zwei Monate nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens erhofften Fortschritte beim iranischen Atomprogramm sorgte US-Präsident Trump am Wochenende für Aufsehen, als er eine Übernahme der Straße von Hormus in Aussicht stellte. Teheran lehnte den Vorstoß ab und stellt eine Rückkehr an den Verhandlungstisch mit Washington grundsätzlich infrage.
Unbeeindruckt davon äußerte sich JPMorgan-Stratege Mislav Matejka in seiner jüngsten Einschätzung weiterhin zuversichtlich für die Börsen, gestützt auf die anziehenden Unternehmensgewinne. Auch wenn die Indizes neue Höchststände markieren, sei die Anlegerpositionierung seiner Analyse zufolge keineswegs übertrieben. Zudem stellte er fest, dass sich die Rally zunehmend auf breitere Schultern verteile und nicht mehr nur von einzelnen Schwergewichten getragen werde.
Bei den Einzelwerten richtet sich der Fokus wohl erneut auf SAP. Die Aktie legte am Freitag erneut zu. Der Grund hierfür waren die Übernahmespekulationen um Workday.
Hingegen gerieten die Anteilscheine von E.on kräftig unter Druck. Mehr dazu lesen Sie hier.
Indes kämpft BASF weiter mit dem anhaltenden Niedrigwasser. Daher wird der CEO Markus Kamieth heute um 13:00 Uhr gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium den Startschuss für den Ausbau eines Kombiverkehrsterminals geben. Dies soll ein Umschlagplatz für die Güter des DAX-Konzerns werden und soll auch mit Bundesmitteln von 51 Millionen Euro deutlich erweitert werden, um den Transport auf der Straße und der Schiene leistungsfähiger zu machen.
Airbus hat indes eine empfindliche Niederlage gegen das belgische Start-up Aerospacelab hinnehmen müssen. So berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Insider, dass Aerospacelab für das geplante Netzwerk Iris2 bis zu 264 der 348 Satelliten bauen soll.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtige Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
Heute, 07:08
Bei Google bevorzugen