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21.09.2021 Michael Schröder

DAX: Comeback oder weiter abwärts?

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DAX

Nach dem Kursrutsch zu Wochenbeginn zeichnet sich am Dienstag im DAX zunächst eine gewisse Stabilisierung ab. Sorgen vor einer Ausweitung der Krise des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande hatten den Leitindex gestern zwischenzeitlich mit 15.019 Punkten auf das tiefste Niveau seit Mai gedrückt.

Was am Montagmorgen mit Verlusten in Hongkong begonnen hatte, setze sich bis abends an der Wall Street fort. Der marktbreite US-Index S&P 500 rutschte auf das Niveau vom Juli zurück. Erschwerend kam hinzu, dass sich kurz vor geldpolitischen Signalen der US-Notenbank kaum Käufer aus der Deckung wagten.

Heute und morgen findet die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank (Fed) statt. Experten erwarten einmal mehr Signale, wann die Währungshüter mit der Drosselung ihrer Anleihekäufe (Tapering) beginnen könnten.

Erste Investoren sprachen vor dem Hintergrund möglicher Zahlungsausfälle von Evergrande bei gleichzeitiger Kaufzurückhaltung vor geldpolitischen Signalen der US-Notenbank von eine "toxischen Mischung" für den Aktienmarkt. Investmentmanager Richard Bernstein von der gleichnamigen Anlageberatung glaubt dagegen nicht, dass sich die Evergrande-Krise zur China-Krise auswächst. Er geht davon aus, dass Gläubiger im Land Staatshilfen erhalten, gegen Evergrande selbst allerdings hart vorgegangen wird.

Mittelfristig pendelte der DAX seit Anfang April in einer Range zwischen 15.000 und 16.000 Punkten seitwärts. Die kurzfristigen Unterstützungen hat der Leitindex gestern alle unterschritten. Der Kursverfall kam erst im Bereich der der unteren Begrenzungslinie zum Stehen. Aus charttechnischer Sicht wäre es enorm wichtig, wenn sich diese Marke auch in den kommenden Tagen als stabil erweisen würde.

DAX (WKN: 846900)

Stabilisiert sich die Lage in China und bleibt die US-Notenbank bei ihrer neutralen Haltung, könnten wir schon bald wieder eine Gegenbewegung beim DAX und seinen 40 Werten sehen.

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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