Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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07.01.2021 Marion Schlegel

DAX erneut höher erwartet, 14.000-Punkte-Marke in Reichweite – das ist heute wichtig

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DAX

Der deutsche Leitindex DAX steuert am Donnerstag auf ein weiteres Rekordhoch zu. Die Aussicht auf einen Sieg der Demokraten um die Senatsposten im US-Bundesstaat Georgia und die damit verbundene Erwartung weiterer Hilfen für die gebeutelte Wirtschaft in der Corona-Pandemie wirkt an den Börsen unverändert als Treiber der Aktienkäufe. Der Broker IG indiziert den DAX rund zwei Stunden vor dem Start ein Drittelprozent höher auf 13.940 Punkte.

DAX (WKN: 846900)

An der Wall Street hatte die Euphorie über die Entwicklung bei den Stichwahlen den Leitindex Dow Jones erstmals in seiner Historie über die Marke von 31.000 Punkten getrieben. Die Rallye setzte sich in Asien ungebremst fort, wo beispielsweise der südkoreanische Leitindex auf ein weiteres Rekordhoch stieg.

Zweigeteiltes Bild am US-Aktienmarkt: Während die Standardwerte-Indizes am Mittwoch auch dank starker Bankentitel erneut Rekorde erreichten, ging es an der Technologiebörse Nasdaq deutlich bergab. Offensichtlich befürchteten die Anleger, dass die nach einer Stichwahl in Georgia sich abzeichnende demokratische Senatsmehrheit zu einer stärkeren Besteuerung und Regulierung vor allem der großen Technologiekonzerne führen könnte, sagten Experten. Zum Handelsende notierte der Leitindex Dow Jones 1,4 Prozent im Plus bei 30.829,40 Punkte. Zuvor hatte er bei 31.022 Zählern den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,6 Prozent auf 3.748,14 Punkte hoch. Dagegen sackte der technologielastige Nasdaq 100 um 1,4 Prozent auf 12.623,35 Zähler ab.

DowJones (ISIN: DE000DB2KFA7)

Die Börse in Tokio hat am Donnerstag deutlich zugelegt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 erholte sich um 1,6 Prozent. An den Börsen Chinas zeichnete sich indes ein gemischtes Bild. Der chinesische CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Schanghai und Shenzhen stieg zuletzt um 0,3 Prozent, während der Hang Seng in der Sonderverwaltungszone Hongkong um 0,4 Prozent fiel.

Auf der Terminseite gibt es am Abend Quartalszahlen von Micron Technology. Konjunkturseitig wird am Vormittag in Deutschland der Auftragseingang der Industrie veröffentlicht. Am Nachmittag stehen in den USA die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe der Woche sowie die Handelsbilanz für November auf dem Programm.

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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