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25.03.2020 Dr. Dennis Riedl

DAX: Eindrückliche Corona-Lehren durch chinesischen Börse

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DAX

Die Infektionszahlen aus China bleiben niedrig, die chinesischen Aktienmärkte hat es infolge des weltweiten Rutsches an den Finanzmärkten ebenfalls nur vermindert mit nach unten gerissen. Da uns das Reich der Mitte in der Corona-Problematik zumindest zeitlich um Wochen voraus ist, lässt sich auch für Anleger hierzulande einiges lernen: Die Parallelen zumindest lassen aufhorchen.

DAX, Dow Jones und Shanghai Composite im Corona-Rhythmus

Der Chart zeigt den Vergleich der drei Leitindizes aus Deutschland, den USA und China seit Jahresbeginn. Mit den ersten Meldungen über eine rasche Ausbreitung des Coronavirus in China begann der Shanghai Composite, relative (und absolute) Schwäche gegenüber dem Rest der Aktienwelt zu zeigen. Zwölf Prozentpunkte Performanceunterschied binnen zwei Wochen sind ein gewaltiges Pfund. Seit man jedoch ab Mitte Februar die Lage allmählich in den Griff zu bekommen scheint, hat der chinesische Aktienmarkt den Rest der Welt noch viel erheblicher outperformed.

Der DAX hingegen neigte bis vor Kurzem zu besonderer Schwäche – eigentlich kein Wunder, denn hier befinden wir uns jetzt gerade im „Auge des Sturms“. Die rote Laterne haben wir jedoch vor Kurzem an die USA weitergegeben. Genau passend dazu, dass das Coronavirus dort noch einmal verzögert zuschlägt. In der Gesamtschau: Die Märkte tanzen also gewissermaßen jeweils im Corona-Rhythmus. Noch etwas später sein Peak erreichen wird das Virus voraussichtlich beispielsweise in Israel oder Russland, wo die Infektionszahlen gerade erst besonders stark ansteigen.

Lehren für den Anleger

Gelingt die baldige Eindämmung, erscheint aktuell der deutsche – und später der amerikanische – Aktienmarkt aktuell das beste Anlagevehikel zu sein, um nach der Talfahrt zumindest auch auf dem Weg nach oben partizipieren zu können. Interessant zudem: Die hoch bewertete Tech-Industrie hat in der Korrektur eben gerade nicht am stärksten verloren. TecDAX und Nasdaq Index bauten ihre Outperformance gegenüber anderen Indizes weiter aus. Das ist gleichermaßen bemerkenswert wie inhaltlich logisch. Bemerkenswert, da es ein völlig untypisches Muster für die volatilere Tech-Szene ist. Logisch, weil gerade diverse Unternehmen aus dieser Branche von der Krise wenig betroffen sind oder gar hiervon profitieren.

Wiederkehrender Rhythmus der Börse bei Epidemien

Den zuverlässigsten Indikator, um durch eine Epidemiephase an der Börse zu steuern, habe ich indes in einem eigenen Report beschrieben und seine Effektivität ausführlich aufgezeigt.
Weiter zum Corona-Trendwende-Indikator.