DAX deutlich im Minus erwartet, Zinssorgen belasten, Ifo-Geschäftsklima, Twitter, Coca-Cola und Deutsche Börse im Fokus – das ist heute wichtig

DAX deutlich im Minus erwartet, Zinssorgen belasten, Ifo-Geschäftsklima, Twitter, Coca-Cola und Deutsche Börse im Fokus – das ist heute wichtig
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Marion Schlegel 25.04.2022, 07:44 Marion Schlegel

Der DAX dürfte zum Wochenstart unter Druck bleiben. Die Furcht vor einem deutlichen Zinsanstieg in den USA und womöglich auch bald höheren Zinsen in der Eurozone hat die Märkte derzeit fest im Griff. So wird am Montag der deutsche Leitindex wohl wieder unter die runde Marke von 14.000 Punkten rutschen.

DAX (WKN: 846900)

Der Broker IG taxiert ihn gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start mit minus 1,6 Prozent auf 13.910 Punkte. Dass Frankreichs liberaler Präsident Emmanuel Macron die Präsidentschaftswahl nach vorläufigem amtlichen Endergebnis klar vor der rechten Herausforderin Marine Le Pen gewonnen hat, sorgt am Finanzmarkt zwar für Erleichterung, hilft den Kursen gegenwärtig aber kaum. Im Blick steht am Vormittag das Ifo-Geschäftsklima in Deutschland, das sich laut Ökonomen angesichts des Kriegs in der Ukraine erneut eingetrübt haben dürfte.

Der US-Aktienmarkt hat vor dem Wochenende unter dem Eindruck eines sich abzeichnenden größeren Zinsanstiegs seine bereits kräftigen Vortagesverluste nochmals deutlich ausgeweitet. US-Notenbankchef Jerome Powell hatte am Vortag über einen großen Zinsschritt auf der nächsten Sitzung der Fed Anfang Mai gesprochen und damit die gute Marktstimmung kippen lassen. Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel am Freitag um 2,82 Prozent auf 33.811,40 Punkte, womit er auf Wochensicht ein Minus von rund 1,9 Prozent verbuchte. Der marktbreite S&P 500 verlor zum Wochenschluss 2,77 Prozent auf 4.271,78 Zähler. Um 2,65 Prozent bergab auf 13.356,87 Punkte ging es für den technologielastigen Nasdaq 100, dessen Wochenbilanz mit einem Verlust von rund 3,9 Prozent ebenfalls tiefrot ausfällt. Die Verluste zum Wochenende werfen die Indizes zurück auf das Kursniveau von Mitte März.

Konjunktursorgen im Sog des Ringens der Notenbanken gegen die hohe Inflation haben die Aktienmärkte in Asien am Montag belastet. In Japan sank der Leitindex Nikkei 225 zuletzt um 1,8 Prozent. In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong büßte der Hang Seng 2,6 Prozent ein. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland fiel um 2,2 Prozent zu.

Auf der Terminseite stehen zu Wochenbeginn wieder einige Quartalsberichte auf dem Programm: unter anderem von Roche, Philips, Coca-Cola und der Deutschen Börse. Im Fokus stehen zudem einmal mehr Twitter und Elon Musk. Hier könnte es Kreisen zufolge noch in dieser Woche zu einem Deal kommen.

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

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