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21.07.2021 Fabian Strebin

DAX & Co: Erholung setzt sich fort – 15.000 Punkte stehen

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DAX

Der DAX hat seine Erholung am Mittwoch fortgesetzt und dabei einen Zahn zugelegt. Unterstützung kam wie bereits am Vortag aus den USA, wo die Börsenstimmung nach einem schwachen Wochenauftakt seit Dienstag wieder recht optimistisch ist. Mit Spannung wird hierzulande aber auch auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag gewartet.

Der deutsche Leitindex beendete den Tag mit plus 1,36 Prozent auf 15.422,50 Punkte, nachdem er am Montag zeitweise bis knapp über 15.000 Punkte eingeknickt war. Der MDAX zog zur Wochenmitte um 1,63 Prozent auf 34.503,48 Punkte an und auch europaweit war die Börsenlaune wieder bestens. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 1,78 Prozent auf 4.026,68 Zähler und auch in Paris und London wurden kräftige Erholungsgewinne verzeichnet. In den USA stieg der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,6 Prozent und auch die technologielastige Nasdaq-Börse legte zu.

DAX (WKN: 846900)

"Während in den USA die laufende Berichtssaison für frische Impulse sorgt und die Aktienmärkte auf hohem Niveau hält, hoffen die Investoren auf dieser Seite des Atlantiks, dass die EZB der Börse neues Leben einhauchen kann", sagte Markanalyst Milan Cutkovic von Axi. Eigentlich war eine recht ereignislose Juli-Sitzung erwartet worden, bis EZB-Chefin Christine Lagarde verkündete, dass das kommende Meeting von Bedeutung sein werde.

Angekündigt wurden unter anderem neue Informationen zur Ausrichtung der Geldpolitik, um so die Weichen für die kommenden Jahre neu zu stellen. Stratege Robert Greil von Merck Finck erwartet unter anderem, dass die EZB etwa "das neue, symmetrische und glatte Zwei-Prozent-Inflationsziel" adressieren werde, "das ihr noch mehr Flexibilität gibt".

Enttäuschung bei SAP

Im Blick der Anleger standen am Mittwoch aber erst einmal vor allem Unternehmen mit Quartalsberichten und Aussagen zu den Jahreszielen. So hob Europas größter Softwarehersteller SAP nach einem unerwartet robusten zweiten Jahresviertel seine Prognosen für das Gesamtjahr lediglich leicht an. Das enttäuschte so manchen, so dass die Papiere als klares Schlusslicht im Dax 2,5 Prozent einbüßten.

SAP (WKN: 716460)

Die von Daimler gesenkte Absatzprognose für das Autogeschäft und drohender Gegenwind bei den Kosten drückten indes nur zeitweise auf den Aktienkurs. Letztlich schlossen die Anteilsscheine des Stuttgarter Auto- und Lkw-Bauers marktkonform mit plus 1,1 Prozent.

Daimler (WKN: 710000)

Im MDAX ging es für Hochtief um 2,8 Prozent nach oben, nachdem die australische Tochter Cimic nach einem Umsatz- und Gewinnplus weiter zuversichtlich nach vorn schaut. Ein Kurssprung von neun Prozent katapultierte zugleich die Papiere von Alstria Office an die Index-Spitze und auch auf das höchste Niveau seit Februar 2020. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge erwägt der kanadische Vermögensverwalter Brookfield laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen eine Übernahme.

Um 4,2 Prozent ging es zudem im SDAX für Pfeiffer Vacuum nach oben, denn der Hersteller von Vakuumpumpensystemen legte nach einem Rekordumsatz im ersten Halbjahr die Latte für das Gesamtjahr ein weiteres Mal höher.

Ansonsten erwiesen sich positive Analystenkommentare als Kurstreiber. So schnellten die Aktien des Motorenbauers Deutz nach einer Kaufempfehlung von Warburg Research an der Spitze des Nebenwerte-Index um knapp 10 Prozent in die Höhe. Die Anteilsscheine von Krones zogen angesichts einer Kaufempfehlung der Investmentbank Stifel um fast 6 Prozent an. Im Dax profitierten die Papiere der Munich Re mit einem Plus von 3,5 Prozent von einer Empfehlung der DZ Bank. Der Rückversicherer habe dank des hohen Quartalsgewinns die Chance, sein Jahresziel sogar zu übertreffen, hieß es.

Der Euro kostete am Abend 1,1794 US-Dollar. Die EZB setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1772 (Dienstag: 1,1775) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8495 (0,8493) Euro. Am Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite deutscher Rentenpapiere von minus 0,47 Prozent am Vortag auf minus 0,46 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 145,99 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,19 Prozent auf 175,54 Zähler nach.

Mit Material von dpa-AFX.

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