21.10.2014 Michael Schröder

DAX-Check: Aussicht auf EZB-Milliarden beflügelt – wichtige Termine und neue Handelsmarken

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Die Hoffnung auf weitere EZB-Konjunkturhilfen treiben DAX und Co auch heute kräftig an. Nicht einmal durchwachsende Konjunkturdaten aus China konnten den Börsianern letztlich die Laune verderben. Reicht die Kraft für den Sprung über die 9.000-Punkte-Marke?

Die Hoffung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) nicht erst Anfang 2015, sondern noch im laufenden Jahr in großem Stil Staatsanleihen kauft, sorgt für gute Stimmung auf dem Parkett. Der DAX drehte heute Vormittag nach einem schwachen Start schnell ins Plus. Im Hoch ging es für den Leitindex bis auf 8.866 Punkte. Damit setzt das Börsenbarometer die Aufholjagd der vergangenen Tage eindrucksvoll fort.

Nach Medienberichten denkt die EZB nun auch über den Erwerb von Unternehmensanleihen nach. Es liefen hierfür in der Notenbank erste Vorbereitungen, hieß es. Erst am Montag hatte die EZB den Beginn der Käufe von Pfandbriefen (Covered Bonds) bestätigt. Mit dem geplanten Kauf von gebündelten Krediten (ABS) soll nach Angaben von EZB-Chef Mario Draghi im Verlauf des vierten Quartals begonnen werden. Die nächste Sitzung des EZB-Rats ist am 6. November.

"Sollte sich diese Renditedivergenz fortsetzen, wird EZB-Chef Draghi sein bedingungsloses Euro-Rettungsversprechen vom Juli 2012 in die Tat umsetzen müssen", stimmt Robert Halver von der Baader Bank zu. "Oberste Priorität hat für die EZB, einerseits eine erneute Euro-Staatsschuldenkrise zu verhindern und andererseits die dringend notwendige staatsschuldengetriebene Konjunkturstabilisierung nicht durch Zinsverteuerungen zu erschweren", führt der Kapitalmarktexperte aus.

Wie geht es weiter? In jedem Fall volatil. Aus charttechnischer Sicht warten die nächsten Unterstützungen bei 8.680 und 8.550 Punkten. Kann sich der DAX hier nicht stabilisieren droht ein Abrutschen in Richtung 8.354 oder 8.150 Zähler. Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung müsste der Widerstandsbereich zwischen 8.875 und 8.900 Punkten nachhaltig überwunden werden.

Neben den Quartalszahlen haben auch Konjunkturdaten und die Vorgehensweise der US-Notenbank großen Einfluss auf die DAX-Entwicklung. Weitere Informationen zur US-Zinspolitik erwarten Marktteilnehmer von der Fed-Sitzung am 28. und 29. Oktober.

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