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29.02.2016 Marion Schlegel

Daimler kämpft gegen Manipulationsvorwürfe - was macht die Aktie?

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Daimler
Trendthema

Nach der jüngst eingereichten US-Sammelklage gegen Daimler wegen angeblich überhöhter Abgaswerte verlangt die US-Umweltbehörde EPA Aufklärung vom Autobauer. "Wir haben Mercedes kontaktiert und Testergebnisse für die amerikanischen Dieselmotoren eingefordert, sagte EPA-Direktor Christopher Grundler dem "Handelsblatt" (Montagausgabe).

Laut der vor einigen Tagen eingereichten Klage soll bei bestimmten Diesel-Modellen von Mercedes der Ausstoß von Stickoxid (NOx) die gesetzlichen Vorschriften in den USA bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius um das 65-fache überschreiten. Daimler kündigte an, sich mit allen juristischen Mittel zu verteidigen und mit den Behörden zu kooperieren. Es ist auch in unserem Interesse, die Anfragen zu beantworten, sagte ein Konzernsprecher der Zeitung.

Die Aktie von Daimler hat am Freitag nach der wochenlangen Talfahrt wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben. Mehr als drei Prozent hat das Papier auf 62,65 Euro zugelegt. Am heutigen Montag wird der DAX allerdings insgesamt schwächer erwartet. Auch die Aktie von Daimler dürfte demnach leicht im Minus starten. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 55 Euro investiert.

Startschuss für Genfer Autosalon

Derweil läuft sich die Autobranche für den Genfer Autosalon warm. Am Montagabend laden Daimler und Volkswagen traditionell zu Vorabendveranstaltungen. Der chinesisch-deutsche Hersteller Borgward plant eine Pressekonferenz, um ein neues Modell vorzustellen. Medienberichten zufolge handelt es sich um ein kleineres SUV.

Während Daimler-Chef Dieter Zetsche sich nach Rekordergebnissen und Vertragsverlängerung in seinem Erfolg sonnen dürfte, wird es für VW-Chef Matthias Müller nach einer Interview-Panne bei der Messe in Detroit im Januar der zweite Auftritt bei einer der großen Branchenschauen. Sein Auftritt in Genf wird entsprechend mit Spannung erwartet. Der Dieselskandal dürfte das beherrschende Thema bei dem Branchentreffen werden. Dienstag und Mittwoch öffnet die Messe dann ihre Tore zunächst für Journalisten, bevor am 3. März der Genfer Autosalon offiziell eröffnet wird.

(Mit Material von dpa-AFX)

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