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02.03.2021 Marion Schlegel

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: EU-Zulassung in Sicht – an diesem Tag könnte es so weit sein

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Johnson & Johnson

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) will am 11. März über die Empfehlung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson & Johnson entscheiden. Der zuständige Ausschuss für Humanmedizin werde dann zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Es wird erwartet, dass die Experten grünes Licht für die Zulassung in der EU geben. Formal muss dann noch die EU-Kommission zustimmen – das könnte noch am selben Tag geschehen.

Johnson & Johnson (WKN: 853260)

Die Daten der Studien und Versuche des Unternehmens werden bereits von den EMA-Experten im laufenden Verfahren geprüft. Bisher sind in der EU drei Impfstoffe gegen das Coronavirus auf dem Markt. In den USA war der Wirkstoff am Wochenende zugelassen worden. Er ist von der J&J-Tochter Janssen in den Niederlanden entwickelt worden. Anders als bei den bisherigen Präparaten ist bei diesem Impfstoff nur eine Dosis erforderlich.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Samstag (Ortszeit) eine Notfallzulassung für das Präparat. Für eine Notfallzulassung der FDA gelten vergleichsweise niedrige Hürden. Vereinfacht gesagt muss dafür sichergestellt sein, dass ein Medikament oder Impfstoff nachweisbar mehr hilft als schadet. Eine reguläre Zulassung ist ein wesentlich langwierigerer Prozess.

Die vorliegenden Daten zum Johnson & Johnson-Impfstoff zeigten, "dass die bekannten und potenziellen Vorteile des Vakzins seine bekannten und potenziellen Risiken überwiegen", hieß es in der FDA-Mitteilung.

Die Aktie von Johnson & Johnson kann von der Meldung allerdings nicht profitieren. Sie notiert nahezu unverändert bei 159,51 Dollar. Das Papier bleibt aber auf Tuchfühlung zu dem Ende Januar bei 173,65 Dollar markierten Allzeithoch. DER AKTIONÄR hat die Aktie von Johnson & Johnson Ende Dezember 2020 zum Kauf empfohlen. Anleger lassen die Gewinne laufen.

(Mit Material von dpa-AFX)