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12.06.2020 Marion Schlegel

Corona-Angst kehrt zurück – DAX auf Korrekturfahrt

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DAX

Nach dem scharfen Rutsch des DAX zurück unter 12.000 Punkte geht es am Freitag wohl zunächst mit geringerem Tempo weiter abwärts: Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start rund 0,3 Prozent tiefer auf 11.940 Punkte. Der Turbo-Optionsschein des AKTIONÄR wurde mit einem Gewinn von fast 100 Prozent ausgestoppt.

DAX (WKN: 846900)

Die Wall Street erwischten die Gewinnmitnahmen nach der vorherigen Erholungsrallye mit fast sieben Prozent im Dow Jones und nahezu sechs Prozent im marktbreiten S&P 500 am Vorabend noch härter als den DAX im Feiertagshandel. Auch die Nasdaq beendete ihre Rekordjagd in Eigenregie und fiel massiv zurück.

DowJones (ISIN: DE000DB2KFA7)

Marktstratege Michael McCarthy von CMC Markets verglich die scharfe Abkühlung mit dem Tempo des vorherigen Euphorieaufbaus und sprach von einem "U-Turn nach v-förmiger Erholung". Nach dem vorsichtigen Tenor der US-Notenbank und steigenden Corona-Fallzahlen in den USA seien die Anleger wieder in die Defensive geflüchtet. Die Furcht vor einer zweiten Corona-Welle habe den Anlegern die Stimmung verhagelt, hieß es bei der Credit Suisse.

In Asien stehen die Aktienmärkte am Freitag nach dem Ausverkauf an der Wall Street am Donnerstagabend weiter unter Druck. Dabei konnten aber immerhin die deutlichen Verluste der ersten Handelsstunden reduziert werden. So büßte der japanische Leitindex Nikkei 225 knapp eine Stunde vor Handelsende rund ein Prozent auf 22 240 Punkte ein, nachdem er zweitweise bis zu drei Prozent nachgegeben hatte. Auf Wochensicht steuert der Nikkei damit auf ein Minus von mehr als zwei Prozent zu. An den anderen Märkten in Asien sah die Entwicklung größtenteils ähnlich aus.

An den Börsen gab es zuletzt eine fulminante Erholungsrallye: Bis zum Montag war der DAX in nur elf Tagen ohne größeren Stopp um bis zu fast 19 Prozent auf 12.913 Punkte nach oben gerannt. Damit hatte er sich seinem Rekordhoch aus dem Februar bei 13.795 Punkten auf weniger als sieben Prozent angenähert.

DER AKTIONÄR hatte Ende Mai mit dem Turbo-Optionsschein mit der WKN DFJ36C bei 9,40 Euro auf steigende Kurse im DAX gesetzt. Zuletzt wurde der Stopp sukzessive nachgezogen. Mit der jüngsten starken Korrektur wurde der jüngste Stopp bei 18,30 Euro erreicht und der Schein verkauft. Anleger konnten damit einen Gewinn von 94,7 Prozent einstreichen. 

(Mit Material von dpa-AFX)

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