Nach dem Ausverkauf der Vorwoche erholen sich die US-Aktienmärkte zum Wochenstart. Im Mittelpunkt der Sorgen stand zuletzt der KI-Boom: Anleger hinterfragen zunehmend, ob die hohen Investitionen in Rechenzentren dauerhaft finanzierbar sind und genügend Rendite bringen. Besonders CoreWeave geriet in den letzten Tagen unter Druck. Die Aktie verlor in der Vorwoche 25 Prozent, während sich auch die Kreditrisiken des Unternehmens verschärften.
Die Titel des Anbieters von KI-Cloud-Computing-Diensten waren zuletzt wegen Sorgen über einem möglichen Finanzbedarf unter die Räder geraten. Die US-Investmentbank Goldman Sachs stufte die Titel am Montag mit Verweis auf die Kursverluste seit August hoch und rät nun zum Kauf. Das Kursziel lautet 106 Dollar.
Die Analysten von Jefferies bezeichneten den Ausverkauf als „übertrieben“. Ihr Kurziel für die Aktie lautet 150 Dollar. JPMorgan sieht die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazität robust und stuft die Aktie mit „Overweight“ ein. Cantor Fitzgerald bezeichnet den Rücksetzer ebenso als attraktive Einstiegsgelegenheit.
Auch die Analysten der Deutschen Bank empfehlten, den Rückgang bei CoreWeave zu nutzen. Kursziel 150 Dollar.
Die Experten halten die fundamentalen Aussichten für KI-Infrastruktur weiterhin für unterstützend, weisen aber zugleich auf CoreWeaves hohe Verschuldung hin.
Die Erholung am Montag ist zunächst nur ein vorsichtiges Dip-Buying-Signal, kein Beleg dafür, dass der Ausverkauf bei CoreWeave vorbei ist. Es gibt optimistische Stimmen zu ausgewählten KI-Infrastrukturwerten, aber die zentralen Fragen zu Schulden, Investitionsrendite und Wachstum bleiben offen. Anleger warten ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: CoreWeave Inc..
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