12.08.2019 Simon Seeser

Continental: Blei-Skandal schockt die Anleger

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Continental
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Die zwei größten Automobilzulieferer der Welt, Continental und Bosch, haben nach eigenen Angaben einen zu hohen Bleigehalt in elektronischen Bauteilen benutzt. Davon könnten mehrere Millionen an Fahrzeugen betroffen sein. Neben einer Rückholaktion droht bei Continental noch ein deutlicher Rücksetzer der Aktie. Anleger sollten sich entsprechend positionieren.

Continental hat den Behörden bereits Anfang Juni gemeldet, dass es zu geringfügigen Überschreitungen der EU-Grenzwerte bei den Bleimengen kam. Das Unternehmen versichert jedoch, dass das Fahrverhalten, die Emissionen und die Sicherheit durch betroffene Komponenten nicht beeinträchtigt werden.

Auch wenn die betroffenen Elektroteile von einem chinesischen Zulieferer stammen, übernimmt der Automobilzulieferer die volle Verantwortung und erwägt auch keine rechtlichen Schritte gegen diesen einzuleiten. Ob es bei betroffenen Autos zu einer Rückholaktion kommt, ist derzeit noch unklar.

Charttechnisch ist die Aktie seit längerer Zeit angeschlagen und hat allein in den letzten zwei Wochen über zehn Prozent an Wert verloren hat. Momentan befindet sie sich in einer wichtigen Unterstützungszone, die sich bis zu 110,66 Euro erstreckt. Sollte diese Marke jedoch gebrochen werden, wird es wahrscheinlich einen weiteren Rücksetzer bis auf 106 beziehungsweise 102 Euro geben.

Continental (WKN: 543900)

Automobilzulieferer stehen seit längerer Zeit unter Druck, auch bei Leoni gibt es heute keine guten Nachrichten. Wir empfehlen, bei Continental erst einmal abzuwarten beziehungsweise bei unterschreiten der Unterstützungszone short zu gehen.