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18.11.2013 Florian Söllner

Commerzbank und Co: Im Notfall hilft der Staat

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Bei den anstehenden Stresstests für Banken wollen die EU-Staaten auf nationaler Ebene Hilfen für Geldhäuser mit Kapitallücken bereithalten. Dazu haben sich die EU-Finanzminister am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung in Brüssel verpflichtet. Die Mitgliedstaaten würden "spezifische und ehrgeizige Strategien" sicherstellen, heißt es darin. Die Minister unterstreichen in dem Text, dass zuerst die Anteilseigner einer Bank einspringen sollen, wenn diese in Schieflage gerät. Sollten die nationalen Hilfen nicht ausreichen, könnte als letztes Mittel Unterstützung von europäischer Ebene kommen - etwa vom Rettungsschirm ESM.

Die Europäische Zentralbank (EZB) will im Frühjahr rund 130 Großbanken in den Euroländern auf mögliche Risiken prüfen, bevor sie die Aufsicht über die Geldhäuser übernimmt. Als Datum für den Start der Bankenaufsicht nennt die Erklärung den 4. November 2014.

8-Prozent-Grenze

Die Forderungen der EZB sind unter anderem eine Kernkapitalquote von mindestens sieben Prozent plus ein Sicherheitspolster von einem Prozent. Die Deutsche Bank ist bereits auf der sicheren Seite: Die Kernkapitalquote wurde von 10 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 13 Prozent ausgebaut.

Die Commerzbank liegt derzeit knapp über den Anforderungen. Die Zahlen für das dritte Quartal waren besser als erwartet. Die Bank kommt beim Abbau ihrer Bilanzrisiken gut voran. Die Commerzbank hatte die Kernkapitalquote im dritten Quartal bei vollständiger Anwendung von Basel 3 auf 8,6 Prozent und nach Übergangsregelungen auf 11,0 Prozent gesteigert.

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