Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
Foto: Börsenmedien AG
19.12.2018 Nikolas Kessler

Commerzbank: HSBC reduziert die Gewinnprognosen

-%
Commerzbank

Die Aktie der Commerzbank kann am Mittwoch moderat zulegen. Erst am Dienstag war sie jedoch bei 6,19 Euro auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren gefallen. Die britische Investmentbank HSBC liefert dabei gemischte Impulse: Zwar wurde das „Buy“-Rating bestätigt, Kursziel und Gewinnschätzung jedoch gesenkt.

Ein Treffen mit Vorständen des Geldinstituts habe seine grundsätzlich positive Einschätzung zur Aktie der Commerzbank bestätigt, schreibt HSBC-Analyst Johannes Thormann in seiner Studie. Die Bank mache allerdings langsamer Fortschritte als von ihm erwartet. Als Konsequenz hat er seine Gewinnprognosen für die Jahre 2018 bis 2020 gesenkt. Das wiederum schlägt sich bei seinem Kursziel nieder, das der Analyst von 13,00 auf 10,00 Euro gesenkt hat. Die Kaufempfehlung für die CoBa-Aktie gilt jedoch weiterhin.

Nachdem es mit dem Aktienkurs über weite Strecken des laufenden Jahres abwärts gegangen ist und erst am Dienstag bei 6,19 Euro ein neues 2-Jahres-Tief erreicht wurde, traut Thormann dem MDAX-Titel auch mit dem gesenkten Kursziel noch rund 60 Prozent Potenzial zu. Zudem liegt er mit seinem fairen Wert nur knapp unter dem Konsensziel, das laut Bloomberg bei 10,19 Euro liegt.

Foto: Börsenmedien AG

Jahresendrallye entfällt

Der Commerzbank-Aktie mangelt es an Impulsen für einen Jahresendspurt. Im leicht positiven Gesamtmarkt pendelt sie am Mittwochnachmittag um ihren Vortagesschlusskurs. Solange sich das Chartbild derart trüb präsentiert, sollten Anleger das Papier weiter meiden.

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.
Die Geschichten des Geldes

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0