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21.03.2019 Nikolas Kessler

Commerzbank & Deutsche Bank: Kommt es zum Showdown?

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Deutsche Bank

Bei Commerzbank und Deutscher Bank tagen am heutigen Donnerstag die Aufsichtsräte. Bei der Sitzung dürfte es in erster Linie um die Genehmigung der Jahresabschlüsse gehen. Durch die jüngsten Entwicklungen bezüglich einer möglichen Fusion der beiden Institute verspricht der Termin aber dennoch Spannung.

Auch wenn der primäre Grund der Zusammenkunft ein anderer ist – das beherrschende Thema bei den jeweiligen Treffen der Kontrolleure von Deutscher Bank und Commerzbank dürften die Diskussionen über eine mögliche Fusion der beiden Großbanken sein. Entsprechende Gespräche waren am Sonntag nach monatelangen Spekulationen offiziell bestätigt worden.

Beschlüsse dazu werden von den Aufsichtsräten heute noch nicht erwartet, dafür wäre es noch zu früh. Wohl aber hitzige Diskussionen, denn eine mögliche Fusion ist auch intern heftig umstritten. Speziell Arbeitnehmervertreter wie Verdi-Chef Frank Bsirske und Verdi-Bankenexperte Jan Duscheck, die beide im Kontrollgremium der Deutschen Bank sitzen, haben bereits lautstark Kritik geäußert. Im Zuge eines Zusammenschlusses würden Zehntausende Stellen wegfallen, so die Befürchtung.

 Suche nach dem „Maulwurf“ bei der Deutschen Bank

Speziell bei der Deutschen Bank dürfte ein weiteres heikles Thema besprochen werden. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (SZ) untersucht die Bank derzeit Fälle, bei denen interne oder vertrauliche Informationen weitergegeben wurden. Laut dem Bericht stehen dabei auch Mitglieder des Aufsichtsrats unter Verdacht.

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Euphorie entweicht – Bank-Aktien unter Druck

Während die Aufsichtsräte tagen, geht es für die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank am Donnerstagvormittag weiter deutlich bergab. Die zwischenzeitlichen Gewinne vom Wochenanfang wurden damit vollständig abgegeben, die kurzfristige Fusionseuphorie ist damit schon wieder entwichen.

Für zusätzlichen Druck sorgen außerdem die schwachen Vorgaben aus den USA. Nachdem die Notenbank Fed am Mittwochabend weitere Zinserhöhungen im laufenden Jahr abgeblasen hatte, ging es für die Papiere von JPMorgan, Bank of America, Goldman Sachs & Co bereits deutlich bergab.

Trotz des erneuten Rückschlags läuft die Trading-Empfehlung auf eine charttechnische Erholung der Commerzbank weiter – der Stoppkurs liegt dabei bei 6,00 Euro. Die Aktie der Deutschen Bank steht derzeit ohnehin nur auf der Beobachtungsliste.

Frankfurter Planspiele

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