+++ Bei diesen Top-Playern geht noch mehr! +++
Foto: Shutterstock
27.04.2020 Fabian Strebin

Deutsche Bank übertrifft Erwartungen: Was bedeutet das für die Commerzbank?

-%
Commerzbank

Die Deutsche Bank hat heute Nacht bereits ihre Zahlen zum ersten Quartal veröffentlicht. Eigentlich war dafür Mittwoch vorgesehen, aber da der Gewinn deutlich über den Analystenprognosen lag, musste aus regulatorischen Gründen eine Ad-hoc-Meldung abgesetzt werden. An den Märkten weckt das die Hoffnung, dass auch die Commerzbank im ersten Quartal besser abgeschnitten haben könnte als erwartet.

Die Deutsche Bank hat unter dem Strich 66 Millionen Euro in den ersten drei Monaten verdient. Analysten hatten mit einem Nachsteuerverlust von fast 400 Millionen Euro gerechnet. Doch woran liegt das? Vor allem deutlich höhere Erträge haben den Gewinn nach oben geschraubt, obwohl auch die Rückstellungen für Kreditausfälle stärker als angenommen gestiegen sind. Mehr dazu hier.

Für die Commerzbank heißt das Folgendes: Vor allem Unternehmen dürften die KfW-Kredite in Anspruch genommen und bestehende Kreditlinien gezogen haben. Deshalb könnte auch bei der Commerzbank der Erlös gestiegen sein. Morgen bringt zudem die Onlinetochter Comdirect Zahlen, wahrscheinlich das letzte Mal, bevor sie in die Commerzbank integriert wird.

Bereits vor fast zwei Wochen hat die Comdirect einen deutlich höheren Gewinn im ersten Quartal in Aussicht gestellt. Hintergrund sind stark gestiegene Orderzahlen aufgrund der Marktturbulenzen im Februar und März. Zudem sagte ein Commerzbank-Sprecher unlängst gegenüber dem AKTIONÄR, dass auch die Commerzbank selbst ein erhöhtes Handelsaufkommen festgestellt habe.


Wer noch nicht bei der Commerzbank investiert ist, kann in den nächsten Tagen einsteigen. Die Zahlen zum ersten Quartal kommen am 13. Mai und könnten wie auch bei der Deutschen Bank besser als erwartet sein. Morgen kommen die Zahlen der Comdirect, was ebenfalls einen Schub bringen könnte.

Das Kursziel hat der AKTIONÄR auf 4,50 Euro gesetzt, was überdurchschnittliches Potenzial signalisiert. Ein Stopp sichert bei 2,60 Euro ab.


Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Commerzbank - €
Deutsche Bank - €

Buchtipp: Kapitalismus und Marktwirtschaft

In diesem bahnbrechenden Buch bietet Jonathan McMillan eine neue Perspektive auf den Kapitalismus und deckt grundlegende Fehler in unserer Finanzarchitektur auf. McMillan liefert, was in den aktuellen Debatten fehlt: Er stellt die jüngsten Probleme im Bankwesen in einen größeren historischen Zusammenhang und entwickelt einen radikalen, aber durchdachten Reformvorschlag. McMillan fordert eine Anpassung des Finanzsystems und eine Neugestaltung der Geldpolitik. Dabei bindet er die notwendigen Veränderungen in einen konkreten Übergangsplan ein, der auf ein wichtiges Ziel abzielt: die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Grundlagen für eine freie, offene und demokratische Gesellschaft.
 

Kapitalismus und Marktwirtschaft

Autoren: McMillan, Jonathan
Seitenanzahl: 230
Erscheinungstermin: 18.04.2024
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-943-2

Jetzt sichern