Heute um 12:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird es spannend: Coca-Cola legt die Zahlen für das dritte Quartal vor. Die Messlatte hängt hoch, denn der Konzern lieferte im Q2 bereits ordentlich ab und die Aktie legte 2026 bereits um rund 35 Prozent zu. Analysten erwarten 88 Cent Gewinn je Aktie und 12,93 Milliarden Dollar Umsatz.
Im Vorjahreszeitraum wurden 82 Cent pro Anteilschein erzielt, der Umsatz lag bei 12,46 Milliarden Dollar. Wie viel davon Rückenwind ist, hat das Management schon im Juli verraten: Der schwächere Dollar bringt rund drei Prozentpunkte beim bereinigten Gewinn je Aktie und einen Punkt beim Umsatz, der Verkauf des Abfüllgeschäfts in Afrika kostet etwa einen Punkt. Für das Gesamtjahr peilt Coca-Cola rund fünf Prozent organisches Umsatzwachstum und neun bis zehn Prozent mehr bereinigten Gewinn je Aktie an. Diese Prognose hatte der Konzern im Juli angehoben.
Aber: Die Aktie ist kein Schnäppchen mehr. Ihren Lauf hat sie vor allem als sicherer Hafen gemacht, während Anleger Geld aus KI-Werten abzogen. Mit einem KGV von 28 auf Basis der vergangenen zwölf Monate ist sie so hoch bewertet wie zuletzt um den Jahreswechsel 2024/2025. Schwächelt der Absatz in Nordamerika oder Europa oder fällt der Preis- und Produktmix in Asien erneut so deutlich wie im zweiten Quartal mit minus neun Prozent, fehlt das Polster. Für Coca-Cola spricht die Serie: Die Gewinnschätzungen hat der Konzern achtmal in Folge übertroffen. Der Optionsmarkt preist eine Bewegung von 2,90 Prozent in beide Richtungen ein.
Coca-Cola-Aktie: Die Marken im Chart
Die Aktie schloss am Montag bei 92,7 Dollar. Der nächste Widerstand ist das Rekordhoch vom 22. Oktober bei 95,40 Dollar, der Kurs liegt nur knapp drei Prozent darunter. Eine erste Unterstützung bilden die Tiefs der vergangenen Handelstage um 92 Dollar. Darunter wartet bei 88 Dollar die Zone, aus der die Aktie Anfang Oktober nach oben gelaufen ist. Fällt der Kurs nach den Zahlen unter 88 Dollar, wäre der Aufwärtstrend seit Anfang Oktober angeschlagen.
DER AKTIONÄR ist weiterhin für die Aktie von Coca-Cola zuversichtlich gestimmt. Wer beim Dividendenaristokraten – der Konzern hebt seit 1963 (!) jedes Jahr die Dividende an – investiert ist, lässt die Gewinne laufen und kann den Stoppkurs vorerst noch bei 59,00 Euro belassen.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Coca-Cola.
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