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Circus SE‑Aktie angeschlagen

Circus SE‑Aktie angeschlagen
Foto: Circus Group
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Jochen Kauper Heute, 15:55 Jochen Kauper

Die Circus SE hat mit dem kommerziellen Start des autonomen Kochroboters CA-1 in REWE-Supermärkten Ende Oktober 2025 einen entscheidenden Schritt in die kommerzielle Skalierung seiner Technologie vollzogen. Im Anschluss jedoch verspielte das Unternehmen bei den Anlegern wertvollen Kredit. Im Dezember gab das Unternehmen eine erneute Kapitalerhöhung bekannt. Seitdem befindet sich die Aktie im Abwärtstrend.

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Roboküche CA-1 von Circus SE

Seit November 2025 kocht unter der Marke „Fresh & Smart“ ein CA1-Kochroboter-System von Circus bei REWE West in Düsseldorf. Acht Monate soll der Pilotbetrieb dauern. Zwei weitere Filialen in Düsseldorf Rath und Bonn sind ebenfalls bereits aktiv.

Als „ChatGPT-Moment der KI-Robotik“ bezeichnete Circus-CEO Nikolas Bullwinkel den REWE-Deal. „Schon bald werden autonome Ernährungssysteme so selbstverständlich sein wie KI im Sprachbereich”, ergänzte Bullwinkel im Rahmen des REWE-Starts.

Wird das Projekt ein Erfolg, sind die Perspektiven beachtlich. Insgesamt betreibt die REWE Group über 6.000 Lebensmittelmärkte in Deutschland. Geht man von einer Ausstattung von zum Beispiel 10 Prozent des Filialnetzes mit einem CA-1-System aus, bedeutet das für Circus dreistellige Millionenumsätze im reinen Hardware-Geschäft zuzüglich SaaS-Erlösen im mittleren bis oberen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr. Dazu muss die Pilotphase bei REWE natürlich zunächst erfolgreich verlaufen. Im Rahmen einiger Software-Updates stand der CA-1 mehrmals still. Von Minuten, bis hin zu mehreren Tagen. Das Unternehmen lerne aus dem laufenden Prozess, so der Kommentar des Managements.

Circus SE-CEO Nikolas Bullwinkel
Circus SE-CEO Nikolas Bullwinkel

Das Unternehmen befindet sich in einer guten Position, um von der wachsenden Nachfrage nach Automatisierung im Lebensmittelhandel zu profitieren und hat somit die Chance, in die Bewertung hineinzuwachsen  die jedoch mit 180 Millionen Euro nach wie vor sehr sportlich ist. Darüber hinaus befindet sich die Aktie seit der Bekanntgabe der letzten Kapitalerhöhung im Abwärtstrend.

„Charttechnisch befindet sich die Aktie weiterhin in einer deutlichen Korrekturphase. Inzwischen nähert sich das Papier jedoch einem potenziell wichtigen Unterstützungsbereich im Umfeld von etwa 7,00 Euro. Wenn sich in dieser Zone eine Stabilisierung zeigt, könnte sich dort eine belastbare Bodenbildung entwickeln. Aus technischer Sicht spricht zumindest einiges dafür, dass eine Gegenbewegung möglich wird. Mehrere Indikatoren sind mittlerweile stark zurückgekommen und bewegen sich teilweise im überverkauften Bereich. Das deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck zuletzt deutlich nachgelassen hat und kurzfristig wieder Raum für steigende Kurse entstehen könnte. Die aktuelle Tageskerze zeigt sich zudem positiv. Dennoch bleibt das reine Chartbild zunächst vorsichtig zu beurteilen, solange der mögliche Boden im Bereich um 7,00 Euro noch nicht bestätigt ist. Anleger dürften daher genau beobachten, ob diese Marke in den kommenden Wochen verteidigt werden kann. Gelingt dort eine Stabilisierung, könnte sich daraus eine technische Erholung entwickeln. Auf der Oberseite rückt dann vor allem der Bereich zwischen 8,90 und 9,00 Euro in den Fokus. Dort verläuft der nächste kurzfristig wichtige Widerstand. Ein Ausbruch über diese Zone würde das Chartbild spürbar aufhellen und weiteres Erholungspotenzial eröffnen“, sagt Charttechnik-Experte Martin Utschneider.

Circus SE (WKN: A2YN35)

Die Berichterstattung rund um Circus SE hat zuletzt deutlich nachgelassen. Seit dem REWE-Event hat das Papier mittlerweile 60 Prozent verloren. Die letzte Kapitalerhöhung im Dezember zu 12,20 Euro kam für viele Investoren sicherlich überraschend. Die Technologie ist und bleibt interessant, das Management muss liefern. Anleger warten eine Bodenbildung ab.

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