03.01.2011 Michael Herrmann

Chart-Check RWE: Hochspannung

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DAX
Trendthema

RWE verpasst sich zum Jahresbeginn eine neue Struktur. Die Aktie des Energieversorgers RWE gehört heute zu den größten Gewinnern im DAX. Fundamental ist sie nach wie vor attraktiv bewertet. Das Chartbild verspricht Hochspannung.

Die RWE-Aktionäre haben zweifellos ein enttäuschendes Jahr hinter sich. Vom Aufwärtstrend des DAX im Jahr 2010 konnte die Aktie des zweitgrößten deutschen Energieversorgers nicht profitieren. Insgesamt verlor sie rund ein Viertel an Wert und gehört damit zu den Verlierern des Finanzjahres 2010. Zum Jahresauftakt 2011 legt RWE dagegen rund zwei Prozent zu und zählt zu den größten Gewinnern im DAX. Wird 2011 das Jahr von RWE?

Starke Werte

Fundamental spricht vieles für einen Einstieg bei RWE. Mit einem KGV von 9 und einer Dividendenrendite von mehr als sieben Prozent für 2011 ist die Aktie des Energieversorgers sehr attraktiv bewertet. Damit das so bleibt startet RWE aktiv ins neue Jahr. Zum einen hat der zum Jahreswechsel sein Deutschland-Geschäft in der neuen RWE Deutschland AG gebündelt. Darüber hinaus stehen die Verhandlungen um den Verkauf der Anteile an den Berliner Wasserbetrieben (BWB) laut Tagesspiegel unmittelbar bevor.

Trendwende

Vor allem je näher der Ausschüttungstermin der Dividenden (21. April) rückt, desto stärker  dürfte die Aktie in den Fokus der Anleger rücken. Doch auch die Chartbild des Energieversorgers kann sich sehen lassen. Die Aktie ist zuletzt geradezu mustergültig an der Unterstützung im Bereich des Oktobertiefs gedreht und hat sich daraufhin in einen Aufwärtstrend begeben. Zuletzt hat sie auch die Widerstände im Bereich der 38- und der 90-Tage-Linie geknackt. Gelingt auch noch der Ausbruch über die Marke von 52 Euro, ergibt sich ein weiteres klares charttechnisches Kaufsignal.

Überzeugend

Günstige Bewertung und hohe Dividenden in Kombination mit einem vielversprechenden Chartbild sprechen eine eindeutige Sprache. 2011 könnte somit in der Tat das Jahr der RWE-Aktie werden. Bleiben den deutschen Energieversorgern negative Überraschungen erspart, ist eine Kurssteigerung bis in den Bereich von 70 Euro möglich. Ein Stoppkurs bei 46 Euro sichert das Investment ab.