Die Aktien der chinesischen EV-Hersteller sind am Montag freundlich in den heimischen Handel gestartet. Für die Papiere von BYD ging es in Spitze um etwas mehr als zwei Prozent nach oben, Xiaomi sprang zwischenzeitlich sogar um zehn Prozent. Ausschlaggebend dafür waren starke April-Absatzzahlen und positive Analystenkommentare.
BYD konnte im April insgesamt 321.123 Fahrzeuge absetzen. Das waren zwar 15,5 Prozent weniger als noch im Vorjahresmonat, doch rund sieben Prozent mehr als im März. Von Xiaomi liegen derzeit noch keine genauen Zahlen vor. Dennoch steht bereits fest, dass der der Konzern die magische Marke von 30.000 Einheiten wieder knacken konnte.
Analysten von Citi betonen, dass die Absatzzahlen für Elektrofahrzeuge im April insgesamt über den Erwartungen lagen. Auf Basis der verfügbaren Daten stiegen die Auslieferungen im Vergleich zum Vormonat um rund neun Prozent. Besonders stark schnitten dabei Unternehmen wie Leapmotor, Xiaomi und XPeng ab, deren neue Modelle auf großes Interesse stießen. Dagegen blieben die Verkaufszahlen von Nio und Li Auto hinter den Prognosen zurück.
Auch Morgan Stanley sieht Rückenwind für die Branche, insbesondere durch die Entwicklung der Energiepreise. Steigende Ölpreise dürften die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen weiter ankurbeln, vor allem im Ausland. Entsprechend wird erwartet, dass chinesische Hersteller ihre Expansion in internationale Märkte weiter forcieren. BYD konnte bereits im März ein starkes Comeback bei den Auslandszulassungen verzeichnen, die im Monatsvergleich um 35 bis 40 Prozent zulegten – getragen von wachsender Nachfrage in Europa, Ozeanien und Lateinamerika.
Die Absatzzahlen von BYD und Xiaomi haben sich nach der jüngsten Schwäche stabilisiert. Gleiches dürfte in den kommenden Wochen und Monaten auch für die Papiere der beiden EV-Hersteller gelten. DER AKTIONÄR rät deshalb weiterhin zum Kauf. Weitere spannende China-Aktien mit dreistelligen Renditechancen finden Sie im China Stock Report.
Heute, 08:45