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09.11.2016 Jochen Kauper

BYD: Uber kauft Elektroautos vom chinesischen Marktführer - Kursschwäche nutzen

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BYD Company

Ein weiterer Vertrauensbeweis für den chinesischen Elektroautobauer BYD: Der Fahrdienstleister Uber will in London Elektroflitzer von Nissan und BYD einsetzen. Insgesamt 50 Stromer der Modelle Nissan Leaf und BYD E6 sollen ausgewählten Uber-Fahrern vorübergehend zu einem günstigen Leasingpreis für Elektromobilität zur Nutzung überlassen werden, teilte Uber mit. Wird der drei Monate dauernde Testlauf ein Erfolg, könnte das Programm um hunderte Fahrzeuge erweitert werden.

Stellt Uber auf Elektroautos um?

Hintergrund der Maßnahme sind die strenger werdenden Emissionsvorschriften in der britischen Hauptstadt. Uber möchte zudem die Elektromobilität voranbringen, um die Luftverschmutzung in London und in Großbritannien einzudämmen. Der Dienstleister setzt aktuell bereits stark auf Hybridfahrzeuge. Fast 60 Prozent aller in London über die Plattform zurückgelegten Fahrten finden in einem solchen statt, in Zukunft möchte man jedoch mehr vollelektrische Fahrzeuge einsetzen.

Bevor Londons Ultra Low Emission Zone im Jahr 2020 in Kraft tritt, will Uber deshalb die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile von Elektroautos ermitteln. Ab 2020 müssen alle Autos, Motorräder, Kleintransporter und Busse innerhalb dieser Umweltzone eine Gebühr zahlen, wenn sie nicht bestimmten Emissionsvorschriften entsprechen.

 Vertrauensbeweis

Gute Voraussetzungen für BYD, schon jetzt mit einem Brand wie Uber zusammen zu arbeiten. Auf der anderen Seite profitiert BYD von den nach wie vor beeindruckenden Zulassungszahlen in der Heimat: Im Oktober kletterte die Zahl der verkauften Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 2,22 Millionen Stück, wie der Branchenverband PCA am Dienstag in Peking mitteilte. In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden damit auf dem weltgrößten Automarkt 18,7 Millionen Fahrzeuge verkauft - ein Plus von 15 Prozent. Tipp: BYD

Nach einer ausgeprägten Konsolidierung hat die Aktie des chinesischen Elektroautobauers am Montag wieder Fahrt aufgenommen. Am Mittwoch fällt das Papier aufgrund des Wahlausgangs in den USA deutlich zurück. Fakt ist: BYD ist mit seinen Verkaufsschlagern Qin und Tang Marktführer bei Elektroflitzern in China und wird vom weiteren Ausbau der E-Autos profitieren. Anleger nutzen den Kursrücksetzer und stellen mit einer ersten Position einen Fuß in die Tür.