18.04.2019 Markus Bußler

Breaking News: Barrick Gold überrascht mit Zahlen

-%
Barrick Gold
Trendthema

Der (noch) weltgrößte Goldproduzent Barrick Gold liefert kurz vor Ostern vorab Produktionszahlen für das erste Quartal 2019. Getrieben von einer starken Performance der Kibali-Mine im Kongo hat der Konzern im ersten Quartal 1,37 Millionen Unzen Gold und 103 Millionen Pfund Kupfer produziert. Die Finanzzahlen will der Goldkonzern am 8. Mai vor Börseneröffnung in Nordamerika bekannt geben.

Allerdings hat sich Barrick schon ein wenig in Karten blicken lassen. Der durchschnittlich erzielte Verkaufspreis je Unze Gold lag im ersten Quartal bei 1.304 Dollar, der durchschnittlich erziele Verkaufspreis je Pfund Kupfer lag bei 2,82 Dollar. Auch eine Aufschlüsselung über die einzelnen Minen liefert Barrick bereits mit den Vorabzahlen. Dabei wird klar: Cortez bleibt mit einer Produktion von 262.000 Unzen Gold das Flaggschiffprojekt von dem weltgrößten Goldproduzenten, gefolgt von Goldstrike und Turquoise Ridge. Die Kibali-Mine, die Barrick im Zug der Randgold-Übernahme erworben hat, kommt auch 93.000 Unzen Gold. Allerdings sollten Anleger beachten, dass dies der 45-prozentige Anteil von Barrick ist. Die Minenproduktion war also mehr als doppelt so hoch. Unter den Top-Performern befindet sich auch Pueblo Viejo, das Weltklasseprojekt in der Dominikanischen Republik.

Mit den Zahlen traf Barrick Gold ziemlich genau die eigene Prognose und ist damit auf Kurs, die selbst gesteckten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Gleichzeitig gab Barrick zumindest ein kurzes Update zu dem Join-Venture mit Newmont in Nevada. Man arbeite mit Nachdruck daran, dieses Joint-Venture und das damit verbundene Einsparpotenzial umzusetzen. Wer sich in der Branche etwas umhört, der weiß, dass die meisten Mitbewerber davon ausgehen, dass es rund ein Jahr dauern dürfte, bis das Joint-Venture arbeitet.

Charttechnisch konnte Barrick Gold den Ausbruch zuletzt nicht bestätigen und scheint zurück in der Schiebezone zwischen 16 und 19 Kanadische Dollar zu sein. Allerdings hat das wohl mehr mit dem Abverkauf bei Gold als mit den operativen Aussichten bei Barrick Gold zu tun. Anleger bleiben bei der Aktie an Bord.