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28.09.2020 Marion Schlegel

Börsengang von Siemens Energy: Heute ist es so weit!

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Siemens

Am heutigen Montag fällt der Startschuss an der Börse für das abgespaltene Energiegeschäft von Siemens. Kurz nach 9.00 Uhr soll in Frankfurt der erste Preis für die Papiere von Siemens Energy festgestellt werden. Aktionären von Siemens wurden sie automatisch in ihre Depots gebucht. 55 Prozent am neuen Unternehmen wurden so verteilt. 35,1 Prozent der Anteile bleiben zunächst bei Siemens, weitere 9,9 Prozent beim Pensionsfonds des Konzerns.

Siemens (WKN: 723610)

Siemens trennt sich von seinem milliardenschweren Energiegeschäft mit mehr als 90.000 Mitarbeitern, das die Branche von Windenergieanlagen über Übertragungstechnik bis zu Turbinen für Kohlekraftwerke abdeckt. Der Konzern nennt dafür vor allem zwei Gründe: Zum einen könne sich das Unternehmen so komplett auf seinen Bereich konzentrieren. Zum anderen falle der konzerninterne Wettbewerb um Mittel weg. Dabei hatte der Energiebereich angesichts vergleichsweise geringer Margen oft schlechte Karten.

Siemens Energy steht vor großen Herausforderungen, denn der Energiemarkt ist im Wandel. Gerade der Markt mit Produkten für Kohlekraftwerke wird sukzessive wegbrechen. Zudem will Unternehmenschef Christian Bruch das Unternehmen auf mehr Marge trimmen und dafür unter anderem Standorte schließen.

An der Börse könnte es für Siemens Energy durchaus turbulent losgehen. Denn viele Anteile landen durch die automatische Einbuchung bei institutionellen Investoren, die sie möglicherweise nicht halten wollen oder dürfen. So müssen beispielsweise Fonds, die den DAX abbilden, die neue Aktie, die nicht im DAX ist, abstoßen. In Siemens-Kreisen rechnet man mindestens für zwei bis drei Wochen mit größeren Schwankungen. Langfristig gilt Siemens Energy angesichts seiner Größe aber durchaus als Kandidat für den DAX.

DER AKTIONÄR bleibt für Siemens weiter positiv. Bei Siemens Energy sollten Anleger zunächst die Kursentwicklung abwarten. DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages sowie in den kommenden Wochen regelmäßig berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)