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18.09.2016 Thomas Bergmann

Börsen im Bann der Fed - DAX vor Kollaps?

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Der anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank wird auch in der neuen Woche maßgeblich über die Entwicklung am deutschen Aktienmarkt entscheiden. Die Bekanntgabe des Leitzinses am Mittwoch gilt als das zentrale Ereignis der nächsten Tage. Die meisten Marktbeobachter rechnen inzwischen nicht mehr mit einer weiteren Anhebung der Zinsen. Dazu waren die jüngsten Konjunkturdaten zu schwach. Sollte Janet Yellen aber die Zinsen doch früher anheben, wäre dies eine böse Überraschung für viele - mit entsprechenden scharfen Reaktionen am Aktienmarkt.

Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets verweist auf zuletzt schwache Daten aus dem Einzelhandel. Dies dürfte endgültig der Ausschlag dafür sein, den September-Termin hinsichtlich einer weiteren Zinsanhebung der Fed gänzlich zu verwerfen. "Die US-Wirtschaft, die zwei Drittel vom Konsum getrieben wird, zeigt jetzt genau dort Schwächen, wo die US-Notenbank Stärke sehen möchte", sagt Stanzl.

Weitere Lockerung der Bank of Japan?

Neben der Fed entscheidet am Mittwoch auch die japanische Notenbank über ihre weitere Geldpolitik. Laut der BayernLB dürfte die Bank of Japan ihre bereits sehr expansive Geldpolitik über Käufe von Staatsanleihen und ETFs weiter lockern, am Leitzins selbst aber nichts ändern.

Die Aktienexperten der DZ Bank sind weiterhin bullish für die deutsche Börse. Das insgesamt anhaltend günstige monetäre Umfeld bilde einer ihrer Stützpfeiler für ihre gerade erst vorgenommene Erhöhung der Aktienmarktprognosen. Sie sehen den DAX am Jahresende bei 11.000 Punkten. Anders das Bankhaus Lampe: Nach Ansicht der Düsseldorfer spielt es fundamental gesehen im Grunde keine Rolle, ob die US-Notenbank im September bereits den Leitzins anhebt oder erst später. Selbst wenn es frühestens im Dezember passieren sollte, wie von den Lampe-Volkswirten erwartet, dürfte sich das kurzfristige Kurspotenzial für Aktien in Grenzen halten, sofern nicht auch die Gewinnschätzungen für die Konzerne steigen.

Abwarten!

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