07.10.2019 Jochen Kauper

BMW muss sparen – JPMorgan senkt den Daumen

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Die BMW-Aktie hinkt der Performance von Volkswagen und Daimler in den letzten Wochen deutlich hinterher. Jetzt will BMW ein Sparprogramm auf die Bahn bringen. Dazu sollen rund 5.000 Mitarbeiter auf Gehalt verzichten. JPMorgan senkt den Daumen. Keine guten Voraussetzungen für die Aktie.

BMW will im Zuge seines Sparprogramms bei Tausenden hochqualifizierten Mitarbeitern Arbeitszeit und Gehalt reduzieren. Das kann bei einigen der mehr als 5000 Betroffenen Einbußen von 10 000 bis 14 000 Euro im Jahr bedeuten. Das berichtet die Wirtschaftswoche.

BMW will die Gespräche über das Sparpaket bis Ende des Jahres abschließen. Beim Betriebsrat heißt es, man stehe dabei erst ganz am Anfang.

Kursziel 60 Euro

Die US-Bank JPMorgan sieht BMW derzeit in keiner guten Ausgangsposition. Die Einschätzung von Analyst Jose Asumendi lautet vor den Zahlen zum dritten Quartal "Underweight". Das Kursziel sieht Asumendi bei 60 Euro.

Zipse muss handeln

Der neue BMW-Chef Oliver Zipse muss schnellstmöglich handeln. In Sachen Elektromobilität, Mobilitätsdienste und autonomes Fahren hinkt der Münchner Autobauer der Konkurrenz hinterher. Volkswagen setzt zum Beispiel voll auf die Karte Elektromobilität. Die Luxustochter Porsche hat kurz vor der IAA den Taycan vorgestellt. Audi hat den e-tron im Portfolio und im Mittelklassesegment hat sich Volkswagen mit dem ID.3 positioniert.

BMW (WKN: 519000)

Nach der Aufwärtsbewegung von 58,30 Euro auf 65,20 Euro hat die Aktie wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Die nächsten kleineren horizontalen Widerstände auf dem Weg nach oben liegen bei 67,37 Euro und im Anschluss bei 69,61 Euro.
Erst sobald diese wichtige Hürde genommen wird, kann Entwarnung gegeben werden. Bis dahin heißt es noch abwarten! Aktuell stellt die BMW-Aktie keinen Kauf dar.