BMWs Absatz ist im dritten Quartal vor allem in China eingebrochen. Zwar verkaufte der Konzern in Europa und den USA mehr Autos als ein Jahr zuvor, weltweit sank der Absatz aber um 6,3 Prozent auf 551.072 Fahrzeuge. Damit fiel das Minus geringer aus als bei den deutschen Wettbewerbern, die Rückgänge von gut acht bis knapp 20 Prozent meldeten.
In China gingen die Auslieferungen um 24,8 Prozent auf 114.355 Autos zurück. Dort belasten ein schrumpfender Markt und ein scharfer Preiskampf die Hersteller. Auch BMW konnte sich dem nicht entziehen.
In Europa stiegen die Verkäufe um 2,7 Prozent auf 235.628 Fahrzeuge. Besonders gefragt waren Elektroautos: Der Absatz vollelektrischer Modelle wuchs um 37,5 Prozent auf 81.941. Vertriebsvorstand Jochen Goller bescheinigt dem iX3, dem ersten Modell der "Neuen Klasse", "starke Wachstumsimpulse". Weltweit lieferte BMW 110.257 reine Stromer aus, den Großteil davon in Europa.
In den USA legte BMW um 2,5 Prozent auf 106.741 Fahrzeuge zu. Das Werk in Spartanburg verschafft dem Konzern einen Vorteil bei den Zöllen: Rund die Hälfte der in den Vereinigten Staaten verkauften Autos wird dort gebaut. Hält der gegensätzliche Trend an, könnte die USA China als zweitgrößten Markt hinter Europa ablösen.
Die Kernmarke BMW verlor 6,8 Prozent. Mini setzte 70.712 Autos ab, 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr; Rolls-Royce kam auf rund 1.069 Fahrzeuge und verzeichnete ein Minus von 18 Prozent. Nach neun Monaten summierten sich die Auslieferungen auf 1,7 Millionen Autos, ein Rückgang von 4,9 Prozent.
Vertriebsvorstand Goller sagte: "In einem weltweit schwierigen Marktumfeld konnten wir uns in Europa und den USA gut behaupten". Er ergänzte: "Insbesondere die weiterhin starken Auftragseingänge vollelektrischer Fahrzeuge bestätigen unseren Kurs."
Der Rückgang war immerhin etwas geringer als bei der Pkw-Sparte von Mercedes-Benz und vor allem bei Volkswagen. Dennoch bleibt das Marktumfeld für alle deutschen Autobauer schwierig. Daher hat sich der Chart zuletzt auch schwach entwickelt. Anleger sollten daher eine klare Bodenbildung abwarten.
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