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30.09.2021 Nikolas Kessler

Bitcoin-Mining wird zum Verhängnis – Börsen-Chef muss zurücktreten

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Bitcoin

Im Iran war das Mining von Kryptowährungen bis Ende September verboten, weil das Stromnetz des Landes in den heißen Sommermonaten auch ohne die energieintensiven Rechenzentren schon am Rand des Kollapses steht. Die Behörden haben die Einhaltung des Verbots kontrolliert und dabei immer wieder große oder kleine Mining-Farmen geschlossen, doch ein Fund sorgt für Aufsehen.

In der Regel waren es verlassene Industriegebäude, kleinere Unternehmen oder Privatwohnungen, wo die iranischen Behörden auf der Jagd nach illegalen Mining-Anlagen fündig geworden sind – und im Keller der iranischen Börse in Teheran. Laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA seien bei einer Durchsuchung der Teheran Stock Exchange (TSE) „etliche Mining-Geräte“ gefunden worden.

In einer ersten Reaktion hat der Börsenbetreiber die Existenz der Geräte abgestritten und dann behauptet, es handle sich um Equipment für ein Forschungsprojekt. Wenige Stunden nach dem Fund habe CEO Ali Sahraee jedoch seinen Rücktritt erklärt. An seine Stelle tritt nun zunächst Vizepräsident Mahmoud Goudarzi.

Krypto-Mining wieder erlaubt

Wann und wie die Behörden auf die Mining-Anlage im Keller der Börse aufmerksam wurden, geht aus dem Bericht nicht hervor. Es scheint allerdings zu einem Zeitpunkt gewesen zu sein, als das Mining von Kryptowährungen im Iran noch verboten war.

Wegen der drohenden Überlastung des Stromnetzes hatte Irans Präsident Hassan Rouhani im Mai ein zeitlich begrenztes Mining-Verbot verhängt. Seit dem 22. September dürfen lizensierte Mining-Unternehmen im Iran aber wieder Kryptowährungen schürfen, berichtete das iranische Finanzportal financialtribune.com. Ob die Maßnahme etwas genützt hat, ist allerdings fraglich, denn auch so habe es im Sommer in vielen Gegenden des Landes immer wieder schwere Stromausfälle gegeben.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Der Kryptomarkt ist jung, wild und abenteuerlich – und bietet damit den Rahmen für allerhand kuriose Geschichten. Auf die Kursentwicklung haben sie in aller Regel aber kaum Auswirkungen: Mit moderaten Kursgewinnen arbeitet der Gesamtmarkt am Donnerstag an einer Stabilisierung. Der Bitcoin legt dabei mit guten zwei Prozent überdurchschnittlich zu. Investierte Anleger bleiben dabei. Mutige Neueinsteiger können auf dem aktuellen Niveaubeginnen, ein langfristiges Engagement aufzubauen.

Hinweis auf Interessenskollision:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Nikolas Kessler ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

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