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16.01.2020 Andreas Deutsch

Beiersdorf: Diese Aussage schmeckt der Börse gar nicht

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Beiersdorf

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat im vergangenen Jahr dank guter Geschäfte mit seinen Hautpflegemarken Nivea, Eucerin und La Prairie zugelegt. Der Umsatz stieg um 5,8 Prozent auf 7,65 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Die Börse reagiert zunächst enttäuscht.

Organisch - sprich bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe – lag das Plus bei 4,1 Prozent und damit im Rahmen der Prognose von drei bis fünf Prozent Wachstum. Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel zunächst um rund ein Prozent.

Die operative Umsatzrendite (EBIT-Marge) dürfte etwa 14,5 Prozent erreichen, was ebenfalls im Rahmen der Unternehmenserwartungen liegt. Wegen hoher Investitionen lag diese damit wie prognostiziert unter dem Vorjahreswert von 15,4 Prozent.

Während das Konsumgütergeschäft mit einem organischen Wachstum von 4,8 Prozent erheblich zulegen konnte, verzeichnete das Klebstoffgeschäft Tesa wegen des schwierigen Marktumfelds nur ein leichtes Wachstum von organisch 0,8 Prozent. Dabei belastete insbesondere die Schwäche in der Autoindustrie. Die ausführlichen Zahlen will Beiersdorf am 3. März vorstellen.

Auf das neue Geschäftsjahr blickt Beiersdorf-Chef Stefan De Loecker mit „vorsichtiger Zuversicht". So rechne das Unternehmen mit „Gegenwind", sehe aber auch „große Chancen und Potenziale, die wir mit weiteren Investitionen voll ausschöpfen werden.

Beiersdorf (WKN: 520000)

„Vorsichtige Zuversicht“ ist nicht das, was die Börse hören will – zumal die Aktie von Beiersdorf mit einem 2020er-KGV von 30 recht hoch bewertet ist. Dafür müsste Beiersdorf mehr Wachstum liefern. DER AKTIONÄR sieht aktuell spannendere Storys an der Börse und rät von einem Engagement ab.  

(Mit Material von dpa-AFX)