12.04.2018 Michel Doepke

Befesa: Profiteur vom Recycling-Boom – jetzt einsteigen?

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BEFESA S.A.ORD.REG.
Trendthema

Im solide wachsenden, aber lukrativen Metallrecycling-Geschäft können Anleger seit dem letzten Jahr bei der deutsch-spanischen Befesa wieder als Aktionär partizipieren. Denn Anfang November hat der Metallrecycler sein Comeback an der Börse gegeben, nach einer sechsjährigen Abstinenz. Ein unspektakulärer Börsengang – doch die Performance von rund 30 Prozent seit dem IPO kann sich sehen lassen. Dies freut vor allem den Großaktionär Triton.

Vor Kurzem hat der Finanzinvestor gut drei Millionen Befesa-Aktien zu 38,50 Euro platziert und damit seinen Anteil am Recycling-Konzern auf 40,7 Prozent reduziert. Das sollte interessierte Anleger nicht abschrecken – denn fundamental befindet sich der Recycling-Spezialist klar auf Wachstumskurs. Im Geschäftsjahr 2017 kletterten die Erlöse um 18 Prozent auf 725 Millionen Euro. Beim bereinigten EBIT konnte sogar ein Anstieg um satte 39 Prozent auf 144 Millionen Euro verbucht werden.

Befesa-CEO Javier Molina blickt optimistisch in die Zukunft: „Auch für 2018 gehen wir davon aus, unser erfolgreiches Wachstum fortsetzen können.“ Dazu zähle die Kapazitätserhöhung in der Türkei. Ohnehin hat die Expansion in Länder wie Thailand oder Malaysia enormes Potenzial – strengere Umweltauflagen führen zu stärkeren Recycling-Aktivitäten. Und Befesa möchte sich von diesem margenstarken Kuchen ein großes Stück abschneiden. Das Recycling-Geschäft trumpft nicht gerade mit dynamischen Wachstumsraten auf, verspricht jedoch in Krisenzeiten sichere Erlöse.

Entsprechend stabil hat sich auch die Befesa-Aktie um die Marke von 40 Euro gehalten. Gelingt es dem Konzern, die Margen hoch zu halten, stabile Cashflows zu generieren und das solide Wachstum beizubehalten, dürfte sich ein langfristig ausgerichtetes Engagement bei Befesa lohnen.

Hinweis: Dieser Artikel erschien in einer Müll-Branchenstory bereits in der Ausgabe 14/2018 von DER AKTIONÄR.