01.04.2019 Jochen Kauper

Batteriehersteller sind wieder en vogue – Voltabox plus 4 Prozent, Akasol plus 6 Prozent, wer bietet mehr?

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VOLTABOX
Trendthema

An der Börse werden seit einigen Tagen die Aktien von Akasol, Voltabox und Varta gespielt. Während das Papier von Varta seit Wochen en Vogue ist, haben seit Freitag die Anleger auch die Anteilsscheine von Akasol und Voltabox entdeckt.

Vor wenigen Tagen hat sich der Volkswagen-Konzern mit mehreren Partnern zur „European Battery Union“ (EBU) zusammen geschlossen. Damit soll  Batterieforschung in Europa endlich voran getrieben werden.
Unter der Federführung von VW und dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt soll es Anfang kommenden Jahres losgehen. Die Forschungsaktivitäten sollen sich dann über die gesamte Wertschöpfung der Batterie erstrecken – von Rohstoffen über die Zelltechnologie bis hin zum Recycling.
Seitdem werden an der Börse „Batterie-Aktien“ wie Varta, Voltabox und auch Akasol gespielt. Während sich Voltabox auf Busse oder Flurfahrzeuge konzentriert, hat Akasol eine spannende Nische besetzt.

Quelle: DER AKTIONÄR


Gut in der Nische positioniert
Mit seinem 100 Mann starken Team baut Akasol-Chef Sven Schulz Batteriemodule für Elektrobusse. Schulz hat in den vergangenen Monaten einige spannende Deals eingefädelt. Daimler und Volvo schmücken zum Beispiel die Kundenliste. Zudem wird Akasol für einen „großen und führenden deutschen Automobil- und Nutzfahrzeughersteller“ ein regionales Netz an Ladestationen aufbauen. Ein Pilotprojekt. Ein Auftrag mit Upside-Potenzial.

DER AKTIONÄR geht davon aus, dass die aktuelle Diskussion rund um Diesel-Fahrverbote in Städten wie Stuttgart, Frankfurt, Berlin und Hamburg Firmen wie Akasol in die Karten spielt. Stinkende Brummis oder Busse passen heutzutage einfach nicht mehr ins moderne Stadtbild. Die Innenstädte sollen sauberer werden, bessere Luft durch neue Antriebsformen wie Elektromotoren oder Wasserstoffantriebe.

Starke Wachstumsraten
Davon wird Akasol profitieren. 2017 lag der Umsatz bei 14,5 Millionen Euro. Gewinn pro Aktie: 0,15 Euro. Gut möglich, dass die Zahlen nicht nur aufgrund der aktuellen politischen Strömungen bei Akasol durch die Decke gehen werden. Eine Umsatzschätzung von 60 bis 80 Millionen Euro für 2019 ist nicht utopisch. 2020 könnten die Erlöse sogar auf 150 Millionen Euro klettern. „Ich persönlich halte es durchaus für denkbar, dass es ab 2025 nur noch elektrische Stadtbusse geben wird“, sagte der Chef von Akasol im Interview mit dem Nachrichtensender Bloomberg.
Fazit: Akasol hat gute Chancen, Europas führender Batterielieferant für Busse und Nutzfahrzeuge zu werden. Die Aktie ist auf dem aktuellen Niveau eine Wette wert! Spekulativ! Stoppkurs: 34,50 Euro.